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Vor Fahrensodde: Wal in der Flensburger Förde gesichtet

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Der Wal hielt sich am Wochenende vor Fahrensodde auf.

Fotos und Videos deuten erneut auf einen größeren Wal in der Flensburger Förde hin. Die Art des Tieres ist bislang unklar.

Inmitten der Nachrichten rund um den Wintereinbruch mischten sich zu Jahresbeginn auch vermehrt Sichtungen eines größeren Meeressäugers in der Flensburger Förde. Bereits am vergangenen Freitag hatten Spaziergängerinnen und -gänger nahe Fahrensodde das Tier im Wasser entdeckt. 

Ersten Beobachtungen zufolge schätzte man es auf rund sechs bis sieben Meter Länge. Auch in den darauffolgenden Tagen tauchten immer mal wieder Gerüchte und auch Postings in den sozialen Netzwerken auf, in denen von Beobachtungen eines Wals die Rede war.

Wal hielt sich rund um Fahrensodde auf

Am Sonntag gelang Christoph Trost beim Spaziergang an der Förde auch ein Foto des Tieres. Erneut war es der Bereich rund um Fahrensodde (Farensodde), in dem sich der Wal aufhielt. Zuletzt folgte im April 2024 ein Buckelwal Fischschwärmen in die Flensburger Förde. Mehrere Tage hintereinander hatten Spaziergänger das Tier damals rund um Flensburg beobachtet. Der Wal schwamm sogar bis in den Hafen der Hanseatischen Yachtschule in Glücksburg (Lyksborg). Fotos und Videos verbreiteten sich damals deutschlandweit. Auch bei Eckernförde wurde das Tier wenige Tage später entdeckt.

Experte vermutet Zwerg- oder Buckelwal

Ob es sich bei den aktuellen Sichtungen erneut um einen Buckelwal handelt, ist nicht abschließend geklärt. Walexperte Andreas Pfander aus Kappeln (Kappel) äußerte sich am Wochenende zu den ersten Hinweisen. „Es könnte sich nach den Längenangaben um einen Zwergwal wie 2010 oder einen Buckelwal wie 2024 handeln“, sagt Pfander. „Denkbar wären aber auch andere Spezies wie der nördliche Entenwal oder ein Sowerby-Zweizahnwal.“ Alle diese Tiere werden im Schnitt fünf bis sieben Meter lang und könnten auch in der Ostsee vorkommen.

Sichtungen von Walen häufen sich

Buckelwale sind in den Wintermonaten in unseren Gefilden eher selten anzutreffen. Sie halten sich für gewöhnlich eher in tropischen oder subtropischen Gewässern auf. Dennoch haben die Walsichtungen in den vergangenen Jahren zugenommen. 

Wie schon 2024 könnte es auch diesen Wal bei der Suche nach Nahrung in die Flensburger Förde verschlagen haben. Dagmar Struß vom Nabu sagte 2024: „Buckelwale ernähren sich hauptsächlich von Krill, aber auch von kleineren Fischen wie Heringen“, so Struß. „Fische findet man besonders an Abbruchkanten und der Bereich um Sonwik und Fahrensodde ist auch bei Schweinswalen beliebt.“

Wer in diesen Tagen entlang der Flensburger Förde unterwegs ist oder seinen Spaziergang ans Wasser verlegen will, der kann mit etwas Glück auch den seltenen Gast bewundern.