Naturphänomen

Sonntag: Seltene Blutmond-Nacht an Nordschleswigs Himmel

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Auch 2018 gab es über Dänemark einen Blutmond zu sehen.

Besonderer Anblick: Was passiert da am Abendhimmel? Eine totale Mondfinsternis wird für einen besonderen Effekt sorgen. Das DMI verrät, wann und wo er besonders gut zu sehen ist.

Am Sonntagabend (7. September 2025) bietet sich aller Voraussicht nach auch über Nordschleswig ein außergewöhnliches Himmelsspektakel: Der Vollmond wird tiefrot leuchten, denn eine totale Mondfinsternis – im Volksmund als „Blutmond“ bezeichnet – steht bevor.

Mette Zhang vom Dänischen Meteorologischen Institut (DMI) zeigt sich optimistisch: Trotz örtlich dünner, hochliegender Wolken bleiben die Chancen, dieses seltene Ereignis zu beobachten, ausgezeichnet.

Ole Eggers Bjælde, Astrophysiker und Leiter der Wissenschaftsmuseen „Science Museerne“ in Aarhus, erklärt: „Wenn Vollmond ist, geht der Mond genau auf der entgegengesetzten Seite von dort auf, wo die Sonne untergeht. Die Sonne geht im Westen unter – also muss man nach Osten blicken.“

Und wer sich zur richtigen Zeit mit freiem Blick in Richtung Osthorizont positioniert, könne das eindrucksvolle Naturphänomen in voller Pracht genießen, so der Fachmann.

Der Verlauf

  • Die totale Mondfinsternis beginnt mit dem Mondaufgang gegen 19:58 Uhr (Ortszeit).
  • Die Phase maximaler Verdunkelung („Blutmond-Phase“) wird in Südjütland um etwa 20:11 Uhr erreicht und dauert etwa bis 20:53 Uhr.
  • Insgesamt ist die Mondfinsternis bis etwa 22:55 Uhr sichtbar.

Während der sogenannten Totalität steht die Erde exakt zwischen Sonne und Mond, sodass der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde taucht. Doch er verfinstert sich nicht komplett – trotz der Bezeichnung „Mondfinsternis“. Das Sonnenlicht wird dabei nämlich in der Erdatmosphäre gestreut – und vor allem die langwelligen roten Anteile gelangen auf die Mondoberfläche. Dies verleiht dem Mond sein kupferrotes, „blutiges“ Aussehen.

Die Sichtbarkeit in Nordschleswig sollte überall dort ausgezeichnet sein, wo ein ungestörter Blick nach Osten gewährleistet ist. Schon beim Aufgang zeigt sich der Mond verfinstert am Horizont. Für optimale Beobachtungsbedingungen empfiehlt das DMI daher, freie Flächen abseits künstlichen Lichts zu wählen und möglichst frühzeitig einen geeigneten Ort aufzusuchen.

Die nächste Gelegenheit für eine totale Mondfinsternis in Dänemark ergibt sich laut DMI erst wieder Ende 2028.