Natur und Umwelt

Klimakrise: August war weltweit der drittwärmste Monat aller Zeiten

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Roskilde-Festival
Hitzewelle: Besucherinnen und Besucher suchen am 30. Juni während des Roskilde-Festivals Abkühlung.

Der August war global gesehen zu warm. Im Laufe des Monats gab es mehrere wetterbedingte Katastrophen. Die extremen Wetterbedingungen sind laut den Forschenden des EU-Klimadienstes auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zurückzuführen. Die Fachleute mahnen, schleunigst zu handeln.

Der August dieses Jahres war mit einer globalen durchschnittlichen Lufttemperatur von 16,6 Grad an der Erdoberfläche der drittwärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der Klimadienst der EU, Copernicus, am Dienstag mit. Damit war der Monat 0,22 Grad kühler als die Rekorde von 2023 und 2024, lag aber 1,29 Grad über dem vorindustriellen Niveau für August.

Laut dem europäischen Klimadienst lag der August 2025 0,49 Grad über dem globalen Durchschnitt für diesen Monat in den Jahren 1991 bis 2020. Der Zwölf-Monats-Zeitraum von September 2024 bis August 2025 war demnach 1,52 Grad wärmer als der Durchschnitt von 1850 bis 1900.

Mehrere wetterbedingte Katastrophen

Im Laufe des Monats gab es mehrere Naturkatastrophen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind – etwa in Nordindien, wo mindestens 130 Menschen nach einem ungewöhnlich intensiven Monsun ums Leben gekommen sind, oder in Spanien, wo eine heftige Hitzewelle laut dem Carlos III Health Institute 1.100 Menschen das Leben gekostet hat.

Die extremen Wetterbedingungen sind laut den Forschenden des EU-Klimadienstes auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zurückzuführen. „Da auch die Weltmeere weiterhin ungewöhnlich warm sind, unterstreichen diese Ereignisse nicht nur die dringende Notwendigkeit, die Emissionen zu reduzieren, sondern auch die Notwendigkeit, sich an häufigere und intensivere Klimaextreme anzupassen“, sagt Sprecherin Samatha Burgess laut Presseagentur AFP.

Zu warme Meere sorgen für Aufsehen, auch unter der Meeresoberfläche. Kürzlich war die Nachricht, dass die saisonale Meeresströmung im Golf von Panama fast vollständig ausgeblieben ist – zum ersten Mal seit Beginn der Messungen – für Forschende ein Warnsignal. Schwächere Passatwinde könnten die Ursache gewesen sein. Sicher ist: Klimaveränderungen können windgetriebene tropische Auftriebssysteme empfindlich stören.

Auch die Meeresströmungen, die das Wetter in Europa maßgeblich prägen, machen Forschenden Sorgen. Die riesige Umwälzzirkulation im Nordatlantik (AMOC) ist vereinfacht ausgedrückt dafür verantwortlich, dass warmes Wasser aus der Karibik über den Golfstrom nach Norden fließt, sich im Nordatlantik abkühlt und in die Tiefe sinkt. Am Grund des Ozeans strömt es wieder nach Süden, steigt wieder auf und der Kreislauf beginnt von neuem. Diese Zirkulation wird seit Jahren schwächer. Eine neue Simulation, die den Zeitraum nach 2100 berechnet hat, kommt zu dem Schluss, dass die Strömung komplett zusammenbrechen könnte. Kältere Winter und trockenere Sommer könnten die Folge in unseren Breitengraden sein.

Dänischer Sommer zu warm und zu nass

Der Sommer in Dänemark findet laut Bericht des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) Platz in der Reihe der jüngeren Sommer, in denen die Temperaturen über dem Normalwert lagen, während das Wetter gleichzeitig seine Unbeständigkeit mit starken Regenfällen zeigte. Eine Erinnerung daran, dass das dänische Sommerwetter selten gleichmäßig ist – aber zunehmend sowohl warm als auch nass.

So lieferten der Juni und der August mit 708 Sonnenstunden rund acht Prozent mehr Sonnenschein als normal. Mit 224 Millimetern Regen fielen verteilt über den Juni, Juli und August auch sechs Prozent mehr Niederschlag. Dabei war der Juni zwar nah am Durchschnitt, der Juli aber außergewöhnlich nass. DMI misst seit 2011 die Wolkenbruchtage und konnte im Juli mit 13 Tagen die höchste Anzahl registrieren. Im August war es hingegen sehr trocken.