Wohnpolitik

Nachhaltiger Umbau nicht rentabel: Jetzt folgt Abriss der Ex-Ghetto-Bauten

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Die meisten der Wohnungen sind bereits unbewohnt, den Anwohnenden war gekündigt worden. Einige der leer gewordenen Wohneinheiten dienen noch als Notunterkunft für Studierende, da Wohnungsnot herrscht.

Die Idee ist nicht rentabel: Die Wohnblöcke an der Adresse Nørager werden nicht renoviert, sondern abgerissen. Wie es jetzt im Norden der Stadt Sonderburg weitergeht.

Aus der Traum, die Wohnungen auf Nørager im Norden Sonderburgs zum Studienviertel umzugestalten: Die nachhaltige Renovierung der Hochhäuser ist nicht lukrativ und wird nicht durchgeführt.

„Mit den vielen Studentenwohnungen hätten wir den Bedarf jetzt und in Zukunft erfüllen können, aber so wird es nicht kommen“, sagt Stadtratspolitiker Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei).

Um nachhaltigen Wohnraum für Studierende zu schaffen, sollte in den Wohnblöcken vor Ort Platz für rund 540 Studierende entstehen. Mit diesen Plänen setzte eine Stadtratsmehrheit im Spätsommer 2024 auf eine nachhaltige Renovierung der Wohnungen auf Nørager.

Das Wohngebiet war 2020 vom dänischen Ministerium für Wohnen als „hartes Ghetto“ deklariert und damit zum Abriss verdammt worden.

Zurück zum Ursprungsplan: Neue Gebäude entstehen

Um diese Wohnblöcke auf Nørager geht es. Nachdem das dänische Ministerium für Wohnen die Gegend als „hartes Ghetto“ klassifiziert hatte, war laut Gesetz ein Abriss nötig.

Die Ratsmitglieder von Sozialdemokratie, SP und Einheitsliste hatten 2024 eine Untersuchung beschlossen, um herauszufinden, ob aus Nørager ein Studentenviertel werden kann.

Doch beide interessierte Wohnbauinvestoren sprangen ab, das Projekt stellte sich in verschiedenen Versionen als nicht rentabel heraus.

Stephan Kleinschmidt sagt: „Jetzt ziehen wir einen Schlussstrich und richten unseren Blick in die Zukunft und arbeiten mit dem Entwicklungsplan, um dieser Wohngegend den notwendigen und verdienten Aufschwung zu geben.“

Mit dem Abriss der Wohnblöcke wird in Kürze begonnen. Fast alle Wohnungen stehen mittlerweile leer, nur einige wenige Studierende wohnen noch zur Zwischenmiete dort. Vor Ort werden neue Reihenhäuser, mehrstöckige Wohngebäude und Häuser gebaut.