Wort zum Sonntag

„Stimmungsschwankungen“

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Vor der Karwoche erinnert Pastor Jonathan von der Hardt in seinem Wort zum Sonntag daran, wie schnell sich Stimmungen ändern können – damals wie heute – und macht Mut, inmitten unserer Schwankungen Halt und Hoffnung im Glauben zu finden.

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, erinnern wir uns daran, wie Jesus unter dem Jubel der Menschenmenge, die ihm mit Palmwedeln zuwinkte, in Jerusalem einzog. Keine Woche später schrie der aufgebrachte Mob: „Kreuzige ihn!“ So schnell kann die Stimmung kippen. Wenn die Stimmung in der Masse so schnell kippt, erleben wir das von außen mit Befremden oder Erschrecken oder auch mit Erleichterung, je nachdem. Und wenn bei uns selbst so schnell die Stimmung umschlägt, dann ist das oft unangenehm.

Zwei Dinge können wir aus der Geschichte Jesu mitnehmen: Zum einen, dass wir wirklich vorsichtig sein sollten, uns in einer Gruppe von Euphorie, aber auch von Hass mitreißen zu lassen. Zum anderen: Wir sind mit unseren Stimmungsschwankungen nicht allein. Selbst wenn Menschen unsere Schwankungen nicht immer verstehen können. In Jesus Christus hat Gott selbst alles getragen, was uns belastet und beschwert, auch unsere schwankenden Stimmungen. Dieses Wissen kann uns helfen, in den hellen Stunden des Lebens nicht zu euphorisch und in den dunklen Stunden des Lebens nicht abgrundtief verzweifelt zu sein. Mir ist wichtig klarzustellen: Ich spreche an dieser Stelle nicht von manisch-depressiven Zuständen, die ärztlicher Hilfe bedürfen.

Eine gesegnete Karwoche wünscht euch euer Pastor Jonathan von der Hardt aus Süderwilstrup.