Wort zum Sonntag

„Beten, die Brücke zu Gott“

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Pastorin Cornelia Simon erinnert daran, dass es beim Gebet nicht auf schöne Worte oder große Gesten ankommt – sondern auf Ehrlichkeit, Stille und das Vertrauen, dass Gott zuhört.

Beten ist wohl die Grundgeste unseres Glaubens und in vielen anderen Religionen ein wesentlicher Bestandteil. Es ist Ausdruck unserer Beziehung zu Gott. Nun ist Beten im biblischen Verständnis weder kompliziert noch an eine bestimmte Technik geknüpft. Über die Jahrhunderte waren unterschiedliche Gesten in den Kirchen modern. Auch gibt es kulturelle Unterschiede auf unserem Planeten. Aber wo wir auch sind, Beten ist immer und überall möglich, weil uns Gott begleitet.

Weil er uns durch das Beten eine Brücke gebaut hat zu sich selbst und zu uns selbst. Wer betet, kommt zur Ruhe, hört in sich hinein. Gedanken und Worte beginnen zu fließen…

Jesus hat 3 Tipps zum Beten:

1. Bete für dich, ohne Publikum! „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu Gott, der im Verborgenen ist; und dein Gott, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.“ (Matthäus 6,5-6)

2. Bitte um etwas! Sag, was los ist!

(Johannes, 16,24)

3. Wenn dir nichts einfällt, bete das Vaterunser!

Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ (Matthäus 6,9-12)

Niemandem brauchst du zu zeigen, dass du betest. Du musst nicht geübt sein im Beten, du musst keine schönen Worte finden. Du musst nicht einmal eigene Worte haben. Jesus sagt nur, wenn du betest, dann richte deine Worte an Gott und nicht an die Menschen, die dir dabei zuhören.

Oder noch einfacher: Komm zur Ruhe, nimm dir Zeit, probiere aus, nimm die Brücke zu Gott.

Allen Leser*innen einen gesegneten Sonntag!