Leserbrief

„Zum UN-Tag der älteren Menschen: Von der ,Alterslast' zur Altersstärke“

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Peter Asmussen
Peter Amussen ist Kandidat für die Kommunalwahl 2025 für die Schleswigsche Partei.

Peter Asmussen fordert dazu auf, ältere Menschen als Ressource zu nutzen und anzuerkennen, statt sie als Last zu sehen.

Am 1. Oktober begehen wir den Internationalen Tag der älteren Menschen der Vereinten Nationen. Ein guter Anlass, innezuhalten und zu überlegen, wie wir eigentlich über ältere Menschen in unserer Gesellschaft sprechen.

Allzu oft hört man noch immer den Begriff „Alterslast“, der eine ganze Generation auf ein Problem reduziert. Ein Wort, das auf der Angst vor dem demografischen Wandel und einem einseitigen Blick auf Kosten beruht. Aber sind ältere Menschen wirklich eine Last – oder ist es nicht an der Zeit, die Sache anders zu betrachten?

Ich meine, wir sollten stattdessen von der Altersstärke sprechen. Denn ältere Menschen sind eine unschätzbare Ressource: Sie engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, betreuen Enkelkinder, halten das Leben in den Dörfern und Städten wach und geben Lebenserfahrung weiter, von der jüngeren Generationen profitieren. Ohne ältere Menschen würde das Gemeinwesen schlicht nicht funktionieren.

Wenn wir von „Altersstärke“ sprechen, senden wir ein völlig anderes Signal. Es geht nicht darum, die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu leugnen. Aber es geht darum, das Ganze zu sehen und die Werte zu würdigen, die Seniorinnen und Senioren einbringen: Gemeinschaft, Erfahrung und Lebensfreude.

Am Internationalen Tag der älteren Menschen sollten wir die Älteren feiern – nicht als Herausforderung, sondern als Stärke. Wechseln wir die Sprache: von der „Alterslast“ zur Altersstärke. Denn unsere Worte prägen unsere Haltungen, und unsere Haltungen prägen die Entscheidungen, die wir als Gesellschaft treffen.

Peter Asmussen,
Apenrade