Eishockey

SønderjyskE lässt mit Torwart-Rentner den Knoten platzen

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Thomas Lillie hatte bislang nur 7 seiner fast 300 Spiele in der dänischen Liga für SønderjyskE absolviert.

Der 28-jährige Thomas Lillie hatte im Sommer seine Karriere eigentlich schon beendet, stand aber plötzlich für den dänischen Meister zwischen den Pfosten, als Tabellenschlusslicht Rødovre mit 8:2 abgeschossen wurde.

Nach nur sieben Punkten aus den letzten acht Spielen drohte bei den Eishockeyspielern von SønderjyskE aus einem Formtief eine reguläre Krise zu werden. Und wenn es erst einmal nicht läuft, kommt meistens auch Pech hinzu.

Für das Auswärtsspiel gegen Tabellenschlusslicht Rødovre Mighty Bulls fielen gleich beide Torhüter aus. Tobias Vilykke ist bei der U20-Weltmeisterschaft und Mattias Pettersson musste krank im Bett bleiben. Kurzerhand wurde ein Woyenser Eigengewächs reaktiviert, der im Sommer seine Karriere im Alter von 28 Jahren beendet hatte.

Vertrag nur für ein Spiel

„Thomas lebt in Starup, geht seinem Job bei Würth nach und hat einige Male mit der Divisionsmannschaft von Vojens IK trainiert. Wir haben gefragt, ob er uns aushelfen wollte. Er war am Ende ein wenig müde, aber er hat es hervorragend gemacht“, sagt SønderjyskE-Trainer Anders Førster zum „Nordschleswiger“.

Er geht davon aus, dass Mattias Pettersson für das Heimspiel am Freitag gegen die Odense Bulldogs wieder fit ist, ansonsten steht der Torwart-Rentner, der nur für ein Spiel unter Vertrag genommen wurde, vielleicht wieder auf Abruf bereit.

Thomas Lillie ist bei Vojens IK groß geworden, hatte bislang aber nur 7 seiner fast 300 Spiele in der dänischen Liga für SønderjyskE absolviert, vor mehr als 10 Jahren. Danach lauteten die Stationen Växjö Lakers, Frederikshavn White Hawks, Rungsted Seier Capital, Esbjerg Energy, Aalborg Pirates, Fassa (Italien) und Herning Blue Fox.

Fünf Prozent mehr rausgeholt

Der 28-Jährige musste bereits in der siebten Minute hinter sich greifen, doch spielte danach nur noch eine Mannschaft. SønderjyskE spielte sich im Duell der beiden formschwächsten Mannschaften der Liga den Frust von der Seele und siegte 8:2.

„Viele der vergangenen Spiele sind gar nicht einmal so schlecht gewesen, aber wir haben die letzten fünf Prozent herausgeholt, haben mehr Schüsse aufs Tor gebracht und sind noch mehr vors Tor gekommen, dort, wo es weh tut. Rødovre hat es zuletzt nicht leicht gehabt, aber es ist nie einfach, in Rødovre zu spielen“, sagt der SønderjyskE-Trainer zum „Nordschleswiger“.

5 von seinen nur 13 Punkten in der laufenden Saison haben die Mighty Bulls gegen SønderjyskE geholt. Das Tabellenschlusslicht hatte sich zu Saisonbeginn beim Meister eine 0:7-Klatsche eingefangen, konnte zuletzt aber zweimal SønderjyskE mit 4:3 schlagen, das erste Mal nach Verlängerung. Seitdem lief aber wenig zusammen. Rødovre war zuletzt gegen Herlev (0:7) und Herning (2:10) zweimal unter die Räder geraten.

„Wir müssen jetzt nachlegen. Wir können nicht jedes Spiel in dieser Liga gewinnen, aber wir arbeiten daran, besser zu werden, und ich finde, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen“, meint Anders Førster.

Rødovre MB - SønderjyskE (1:3,1:4,0:1) 2:8

1:0 Brandon Magee (6:41/5 gegen 4), 1:1 Alexander Wiklund (7:57/Ass.: Joseph Jonsson, Oskar Drugge/5 gegen 4), 1:2 Alexander Wiklund (9:40/Ass.: Joseph Jonsson, William Boysen), 1:3 William Pelletier (14:26/Ass.: David Madsen, Gabriel Desjardins), 1:4 Alexander Wiklund (22:28/Ass.: Oscar Schulze, William Boysen), 1:5 Gabriel Desjardins (27:59/Ass.: Cameron Brown, David Madsen), 1:6 Oscar Schulze (29:53/Ass.: Jonas Borring Hansen, Gabriel Desjardins), 1:7 Valdemar Ahlberg (37:45/Ass.: William Pelletier, Gabriel Desjardins), 2:7 Marcus Almquist (39:59), 2:8 Jonas Korsgård Schulz (49:35/Ass.: Valdemar Ahlberg, David Madsen).

Zeitstrafen: RMB 4x2 – SE 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Daniel Bøjle/Jens Christian Gregersen. Zuschauer: 687.