Fussball

Sønderjyske-Kulturträger erreicht einen Meilenstein

Veröffentlicht Geändert
Rasmus Vinderslev nach dem ersten Tor seiner Karriere im Pokal gegen den FCK.

Trainer Thomas Nørgaard bezeichnet seinen Kapitän als Produkt vieler Tugenden, die man bei Sønderjyske predigt. Ein Kulturträger, der die Richtung angibt. Rasmus Vinderslev steht vor seinem 200. Einsatz beim Fußball-Superligisten.

Rasmus Vinderslev griff zum Logo auf seinem Trikot, als er nach jahrelangem Warten endlich sein erstes Tor auf höchstem Niveau erzielte. 

Der Griff zum Logo oder sogar ein Kuss aufs Wappen ist im Fußball-Geschäft zur Mode geworden, auch bei Wandervögeln, die gerade bei einem neuen Klub angekommen sind. Bei anderen Fußballern ist das Zeichen schon von größerer Bedeutung. Dies ist auch beim Sønderjyske-Kapitän der Fall.

Produkt der Sønderjyske-Tugenden

Der 28-jährige Haderslebener hat abgesehen von einer halbjährigen Ausleihe an Vendsyssel FF immer in Hadersleben Fußball gespielt, erst in der Jugend und nun seit vielen Jahren in der Superliga-Mannschaft von Sønderjyske. Und der Mittelfeldspieler steht vor seinem 200. Spiel für Sønderjyske, wenn die Hellblauen am Sonntag ab 16 Uhr bei Randers FC kicken.

„Rasmus ist ein enorm wichtiger Kulturträger geworden. Er ist das Produkt vieler unserer Tugenden, die wir hier predigen. Er ist auch das Beispiel dafür, wie weit man mit harter Arbeit kommen kann. Er ist professionell, auch wenn er manchmal nicht so viel spielt wie er sich das wünscht. Er ist unser Kapitän, Kulturträger und er gibt die Richtung an“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Der Sønderjyske-Trainer hat seinen Kapitän in der laufenden Saison einige Male nicht in die Startelf genommen.

Rasmus Vinderslev kam im Juli 2017 zu seinem Debüt für Sønderjyske.

„Ich habe auch oft von Beginn an gespielt, aber es ist, wie es ist. Wir haben viele tüchtige Spieler in unserem Kader, und ich sehe es als Stärke an, dass der Konkurrenzkampf groß ist“, sagt Rasmus Vinderslev zum „Nordschleswiger“.

Die Chancen stehen aber mehr als gut, dass der Kapitän in Randers zu seinem 200. Pflichtspiel für Sønderjyske kommen wird.

Klubrekord ist nicht mehr weit weg

„Das bedeutet mir viel. Das ist ein Klub, für den ich fast mein ganzes Leben gespielt habe – mit vielen guten Menschen und Erinnerungen. 200 Spiele – das macht mich stolz“, so der 28-jährige Haderslebener: „Ich komme aus der Region, habe hier die Schule und Akademie besucht, bin durch alle Jugendmannschaften gegangen und habe jetzt viele Jahre in der ersten Mannschaft gespielt. Diesen Meilenstein zu erreichen, weckt viele Erinnerungen.“

Mit seinem 200. Einsatz wird er mit Johan Absalonsen gleichziehen, um die Ecke wartet der Klubrekord von Henrik Hansen (204 Spiele).

„Ich stand auf den Rängen und habe viele große Sønderjyske-Spieler gesehen. Zu den Fußballern zu gehören, die die meisten Spiele für Sønderjyske gemacht haben, macht mich stolz. Das ist eine Ehre für mich“, meint Rasmus Vinderslev.

Spiele hat er seit seinem Debüt im Juli 2017 viele gemacht, Tore dagegen nicht. Der Bann wurde vor einem Jahr mit einem spektakulären Treffer im Pokal gegen den FCK gebrochen. Ein weiteres Tor, sein erstes in der Superliga, legte er vor wenigen Tagen gegen den FC Fredericia nach.

Rasmus Vinderslev erzielte gegen den FC Fredericia sein erstes Superliga-Tor.

„Das Pokal-Tor gegen den FCK bedeutet mir ein wenig mehr. Das war das erste im Sønderjyske-Trikot, gegen den FCK, im eigenen Stadion und vor vollen Rängen“, so der Mittelfeldspieler, der noch bis zum Sommer 2027 unter Vertrag steht.

Abwanderungsgedanken gab es schon einmal, doch er unterstreicht, dass er sich hier sehr wohl fühlt, wo Freunde und Familie in der Nähe sind.

„Es hat immer gepasst, so wie sich meine Karriere entwickelt hat. Ich bin gerne hier“, so der Sønderjyske-Kapitän.