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Sieg gegen Brøndby zeigt das Potenzial des Sønderjyske-Teams

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Daniel Gretarsson jubelt über seinen Führungstreffer, freute sich aber fast noch mehr über die Defensivleistung.

Der Trainer hatte eine solide Mannschaft gesehen, die mit Herz, Intensität und Cleverness verteidigt hat. Abwehrchef Daniel Gretarsson freute sich über das seltene Gefühl, den eigenen Kasten sauber gehalten zu haben.

Es hatte in der vergangenen Saison Seltenheitswert, dass hinten die Null stand. Nur dreimal wurde der Kasten sauber gehalten, zweimal gegen Lyngby und einmal gegen Vejle.

Ein defensives Meisterwerk beim 2:0-Sieg vor der Rekordkulisse von 8.735 Fans im Sydbank Park gegen den bisherigen Tabellenzweiten Brøndby IF lässt die Hoffnung wachsen, dass die Zahl in der laufenden Saison weiter steigt.

Selbstvertrauen für die Defensive

„Für uns als Mannschaft ist es von großer Bedeutung, dass wir die Null halten konnten. Das gibt uns besonders in der Defensive sehr viel Selbstvertrauen, das uns helfen wird. Das ist ein großer Sieg für uns, aber wir dürfen jetzt nicht zu lange feiern, sondern müssen darauf aufbauen“, sagt Sønderjyske-Abwehrchef Daniel Gretarsson zum „Nordschleswiger“.

Brøndby IF kam in Hadersleben trotz eines klaren Übergewichts an Spielanteilen kaum zu Torchancen.

„Wir haben mit ganz viel Herz, Intensität, Cleverness und auch mit enormer Disziplin verteidigt. Wir haben eine gute Mischung gefunden, ob wir jetzt weit vorne oder weit hinten ins Pressing gehen“, meint Thomas Nørgaard.

Thomas Nørgaard zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden.

Der Sønderjyske-Trainer freute sich über die solide Leistung seiner Mannschaft, ärgerte sich aber, dass der Sack nicht frühzeitig zugemacht wurde.

„Es irritiert mich, dass wir nicht ein oder zwei Tore in der ersten Halbzeit machten und Brøndby das Gefühl gaben, dass hier noch etwas zu holen war, obwohl wir von den zwei Mannschaften die bessere Leistung abgerufen haben. Es war eine solide Leistung, das Beste, was uns passieren konnte, denn es zeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Ich habe ja behauptet, dass wir viele gute Leistungen gebracht, aber zu wenig Punkte daraus gemacht haben – das ist ja nicht etwas, was ich einfach erfunden habe“, so Nørgaard.

Die Punktausbeute hätte durchaus besser sein können, findet auch sein Abwehrchef.

„Wir hätten mehr Punkte verdient gehabt, aber wir hatten Pech und haben auch Fehler gemacht. Deswegen sind diese drei Punkte von massiver Bedeutung. Wir blicken aber jetzt noch nicht auf die Tabelle, sondern müssen als Mannschaft wachsen. Wenn wir an diese Leistung anknüpfen können, ist alles möglich. Wir hatten gegen Brøndby einen guten Plan und haben ihn gut umgesetzt“, meint Daniel Gretarsson.

Der Isländer musste für den gesperrten Ebube Duru einspringen und rückte von der Innen- auf die Außenverteidiger-Position.

„Ich bin seinerzeit als Linksverteidiger ins Ausland verkauft worden, habe aber zuletzt vor acht Jahren dort gespielt. Es stellte sich heraus, dass ich zentral besser bin. Es ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn der Trainer es will, werde ich dort spielen, obwohl ich in der Innenverteidigung besser bin“, so der Abwehrchef, der nicht nur auf einer ungewohnten Position spielte, sondern auch mit dem schwächeren rechten Fuß in die Rolle des Torschützen schlüpfte.