Kommunalwahl 2025

SP pflanzt seit 35 Jahren Bäume: Die Idee dazu kam aus Almstrup

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Hier entsteht ein Wald: 4.000 Bäume wurden hier nahe Saxburg (Saksborg) im November 2022 in die Erde gebracht.

Die Schleswigsche Partei ist im Wahlkampfmodus und hofft künftig auf mehr Einfluss in der Lokalpolitik. Die Spuren, die die SP zwischen Äckern und Feldern in ganz Nordschleswig hinterlassen hat, sind nun gebündelt in eine Wahlkampfbroschüre geflossen und sollen das Engagement beim Umweltschutz verdeutlichen.

46.300 Bäume und Sträucher sind Zeugen einer seit mehr als drei Jahrzehnten dauernden Aktion der Minderheitenpartei. Seit 35 Jahren pflanzt die Schleswigsche Partei (SP) Bäume in Nordschleswig – einen für jede Stimme.

Bis heute wurden Zehntausende gepflanzt, unter anderem heimische Eichen, Buchen, Linden oder Ahorne, aber auch Büsche wie Spindelsträucher oder Wildblumen wurden ausgesät. Aus den Anpflanzungen sind vielerorts kleine Wäldchen entstanden. Den Erfolg der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Aktion will die Partei mitten im Kommunalwahlkampf für alle sichtbar machen und hat deshalb eine Broschüre veröffentlicht.

Erste Anpflanzungen in Haistrup

Die Idee zu der Baumpflanzaktion reifte im Jahr 1989. Ella Jepsen aus Almstrup mochte es schon immer, Bäume zu pflanzen. So bekam jedes ihrer Enkelkinder einen eigenen.

Auf einer Tour mit dem Sozialdienst Nordschleswig durfte sie eine schöne Plantage sehen. Zu Hause sagte sie dann zu ihrem Mann Hans Christian, der damals für die Schleswigsche Partei im Amtsrat Nordschleswig (Amtsråd Sønderjylland) saß, dass man sowas doch auch mit der SP machen könnte. „Ein Baum für jede Stimme“ war kurz vor der Kommunalwahl '89 geboren. 1990 wurde der erste SP-Wald in Haistrup (Hajstrup) angepflanzt. 35 Jahre später ist dort ein richtiger Wald entstanden.

Karin Riggelsen
Ella Jepsen kam die Idee der Baumpflanzungen im Jahr 1989.

Nach der Kommunalwahl am 18. November will die Partei ihren Umwelteinsatz unter dem Kampagnennamen „Jeder Baum zählt“ (Hvert træ tæller) fortsetzen. Damit möglichst viele neue Bäume ihren Weg in die nordschleswigsche Erde finden, hofft die Partei dafür auf viele Stimmen.

Junge Spitzen sehen klares Signal

„Es ist großartig, dass unsere Partei konkrete Verantwortung übernimmt, aber wir müssen auch gezielt daran arbeiten, das Bewusstsein und Verhalten der Menschen zu ändern“, sagt Wencke Andresen von den Jungen Spitzen. „Der Klimawandel findet jetzt statt – deshalb sind unsere Baumpflanzungen sowohl eine Handlung als auch ein klares Signal für Verantwortung.“

Jedes neue Waldgebiet werde zu einer grünen Perle, wo Vögel, Insekten und Pflanzen sich entfalten können. Orte, an denen die Menschen in Nordschleswig Ruhe finden und die Schönheit des Landesteils genießen können, heißt es in der neu veröffentlichten Broschüre.

Bäume allein retten das Klima nicht

Welchen Effekt die Wälder haben, haben Studierende der TU Berlin und der Universität Kopenhagen bereits 2018 untersucht. Das Ergebnis: Insgesamt haben die gepflanzten Bäume bereits rund 5.000 Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen. Bei der SP ist man sich natürlich bewusst, dass die Pflanzungen allein nicht das Klima retten. Vielmehr geht es darum, einen Unterschied zu machen, wo es möglich ist.

Dazu der Vorsitzende Rainer Naujeck laut Pressemitteilung: „Ich bin stolz auf unsere langjährige grüne Tradition, die zur Aufforstung in ganz Nordschleswig beigetragen hat.“