Region Süddänemark

Mehr Nähe, mehr Kooperation: Gesundheitsrat Nordschleswig nimmt Arbeit auf

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Der neue Gesundheitsrat soll unter anderem die Qualität von Behandlungen und Nachsorgeuntersuchungen verbessern.

Der neue Gesundheitsrat Nordschleswig steht fest: Mit seinen neun Mitgliedern übernimmt er künftig die Verantwortung für Kliniken, Ärztinnen und Ärzte sowie neue Versorgungsformen. Ziel ist eine bessere und wohnortnahe Versorgung.

Im Zuge der dänischen Gesundheitsreform werden in der Region Süddänemark erstmals vier Gesundheitsräte eingerichtet. Einer davon ist der Gesundheitsrat Nordschleswig (Sundhedsråd Sønderjylland), dessen Zusammensetzung jetzt feststeht. Das gab die Region am Freitag in einer Mitteilung bekannt.

Der Rat übernimmt innerhalb der vom Regionsrat vorgegebenen Rahmenbedingungen die politische Verantwortung für den Betrieb und die Entwicklung der Standorte des Nordschleswigschen Krankenhauswesens (Sygehus Sønderjylland) mit Abteilungen in Apenrade (Aabenraa), Sonderburg (Sønderborg) und Tondern (Tønder). Ziel ist es, Behandlungen, Nachsorgeuntersuchungen und weitere Gesundheitsleistungen künftig näher an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen – im Idealfall sogar bis in ihre eigenen Wohnungen.

Darüber hinaus ist der Gesundheitsrat dafür zuständig, eine ausreichende Versorgung mit Haus- und Fachärztinnen sowie -ärzten sicherzustellen und die hohe Qualität der erbrachten Leistungen zu gewährleisten. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Weiterentwicklung der Leistungen, die die Region von den Kommunen übernimmt, darunter die Akutkrankenpflege, Gesundheits- und Pflegeplätze sowie die spezialisierte Rehabilitation.

Zusammensetzung aus Region und Kommunen

Der Gesundheitsrat Nordschleswig setzt sich aus Mitgliedern des süddänischen Regionsrates sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Stadträte in Nordschleswig zusammen. Vorsitz und stellvertretender Vorsitz liegen bei Mitgliedern des Regionsrates, die von diesem selbst benannt wurden.

Gesundheit näher an den Menschen

In Südjütland haben wir eine stolze Tradition einer engen Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen.

Mette Bossen Linnet

Die Vorsitzende des Gesundheitsrats Nordschleswig, Susanne Eilersen (DF), blickt den kommenden Aufgaben optimistisch entgegen:
„Ich freue mich auf eine spannende Zusammenarbeit. Besonders vom interdisziplinären Zusammenspiel zwischen Region und Kommunen verspreche ich mir viel. Es ist wichtig, die Gesundheitsversorgung näher zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bringen und weiterhin ausreichend Hausärzte für unsere Region zu gewinnen.“

Auch die stellvertretende Vorsitzende Mette Bossen Linnet (V) betont die Bedeutung der Kooperation: „In Südjütland haben wir eine stolze Tradition einer engen Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen. Diese Zusammenarbeit möchte ich weiter vertiefen und verbindlicher gestalten, um die Herausforderungen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger gemeinsam anzugehen und die Gesundheit in Südjütland zu stärken“, so Bossen Linnet in der Mitteilung.

Teil der nationalen Gesundheitsreform

Die Gesundheitsräte sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsreform der dänischen Regierung. Sie sollen innerhalb ihres jeweiligen geografischen Zuständigkeitsbereichs Entscheidungen im Gesundheitswesen treffen und insbesondere für eine gute, wohnortnahe Versorgung sowie für eine bessere Abstimmung zwischen regionalen und kommunalen Angeboten sorgen.

Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Ausarbeitung eines sogenannten Nahgesundheitsplans. Dieser soll konkret darlegen, wie der Ausbau des wohnortnahen Gesundheitswesens in der jeweiligen Region erfolgen soll und wie Krankenhäuser künftig verstärkt Leistungen näher bei den Bürgerinnen und Bürgern anbieten können.

Erstes Treffen Ende Januar

Der Gesundheitsrat Nordschleswig kommt zu seiner ersten Sitzung am 27. Januar im Apenrader Krankenhaus zusammen. Formal sind die Gesundheitsräte als ständige Ausschüsse dem Regionsrat zugeordnet. Im Jahr 2026 haben sie zunächst den Status vorbereitender Gremien, was bedeutet, dass die meisten ihrer Beschlüsse zusätzlich im Regionsrat behandelt werden müssen.