Gesundheit

Sally gibt Tipps: So bleibt man auch im Urlaub fit

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Sally Flindt-Hansen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Fitness-Trends und ist ausgebildete Fitness-Trainerin.

Nicht allen gelingt es, die alltäglichen Sportgewohnheiten auch in den Ferien beizubehalten. Die Kurse finden nicht statt, und die Gruppenmotivation fehlt. Die Konsulentin des Bundes Deutscher Nordschleswiger und Fitnesstrainerin Sally Flindt-Hansen verrät unter anderem, wie sie es schafft.

Vor den Ferien herrschte beim MTV Apenrade reger Betrieb: Aquafitness, Yoga, Stark-Training und Tischtennis standen regelmäßig auf dem Programm. Doch in den Sommerferien ruht das Vereinsleben – die Angebote starten erst wieder im August oder September.

Doch wie bleibt man trotzdem fit und fällt nicht in ein Fitness-Sommerloch? Wie schafft man es, Fitness und Muskelkraft beizubehalten?

Trainingsansporn fehlt

Sally Flindt-Hansen, Fitness-Trainerin beim MTV, kennt das Problem. „Gerade Menschen, die die Energie der Gruppe brauchen, verlieren jetzt leicht die Motivation“, sagt sie. Doch es gibt Wege, das Sommerloch zu überbrücken.

Eigene Trainerin aus dem Internet

„Mir hat es in der Corona-Zeit geholfen, mir ein Video auf einer Online-Plattform wie Youtube zu suchen und mich damit in Bewegung zu halten“, berichtet sie. „Das ist jedoch typabhängig, denn man muss sich daran gewöhnen, allein, nur mit der Trainerin oder dem Trainer auf dem Bildschirm zu trainieren.“ Sie bevorzuge ein Training mit guter Musik, Intervallen und möglichst wenig Anweisungen.

Vorteilhaft sei es auch, sich eine Verbündete oder einen Verbündeten zu suchen, mit der bzw. dem man sich gemeinsam fit halte, so Flindt-Hansen. Das kann auch ein Familienmitglied sein, heißt es unter anderem in einer Studie der Süddänischen Universität SDU.

Wer den Fokus auf Ausdauer-Training lege, sollte laufen oder Rad fahren.

Verbindlichkeit ist das A und O

Doch das ist leichter gesagt als getan, weiß Sally Flindt-Hansen. „Deshalb ist es wichtig, sich verbindlich auf den Sport einzulassen. Ein Kalendereintrag hilft mir da. Außerdem lege ich Sportkleidung, Matte, Gewichte und Thera-Bänder schon am Tag vorher bereit“, erzählt sie. Das Training müsse verpflichtend gemacht werden, ebenso wie die Kurse, zu denen man gehe, verpflichtend seien, fügt sie hinzu.

Wichtig: Auch mal loslassen können

Strukturen, so stellt es die SDU-Studie fest, seien besonders in den Ferien wichtig, damit es ausreichend Bewegung gibt. Denn „Bewegung lohnt sich – für den Körper und die Psyche“, heißt es dort.

Trotzdem sollen sich die Urlauberinnen und Urlauber nicht unter Druck setzen. Ein ausgefallenes Training sei kein Beinbruch. Auch Nichtstun fördert – in Maßen genossen – die Erholung und beugt Stress vor, zeigt eine weitere Studie der Universität in Aarhus.

Fit bleiben in den Ferien