Kommunalwahl 2025

Podcast-Interview: Bachmann und Leiendecker über den Kampf gegen den Rückgang

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Kirsten Bachmann (r.) und Christel Leiendecker (2. v. r.) stellen sich den kritischen Fragen von Marle Liebelt und Walter Turnowsky.

Trotz drohender Verluste in Sonderburg will die Schleswigsche Partei mit Kirsten Bachmann an die Spitze der Kommune. Im Podcast „Mojn Nordschleswig“ sprechen Bachmann und Christel Leiendecker außerdem über das Image der langsamen Kommune – vom Klärwerk bis zum seit acht Jahren geplanten Fahrradweg.

Die Schleswigsche Partei (SP) muss in der Kommune Sonderburg erneut einen Rückgang befürchten. Das zeigt eine Umfrage. Der Zweitplatzierten Christel Leiendecker kann das ihr Mandat kosten.

„Da würde der Kommune ganz schön viel verloren gehen“, sagt sie mit einem Lachen in einem Wahlextra des Podcasts „Mojn Nordschleswig“.

Dieses Szenario geht auf eine Befragung von Epinion für „Dit valg. Vores Danmark“, einer Initiative des „Constructive Institute” zurück. Demnach würde die SP in Sonderburg die Hälfte ihrer Stimmen im Vergleich zu 2021 verlieren. Damit steht Leiendeckers Mandat auf der Kippe.

Grenzüberschreitende Perspektive in der Kulturpolitik

Sie ist Vorsitzende des Kulturausschusses, und meint, dass die SP vor allem in diesem Politikfeld eine wichtige Rolle spielt. Mit der deutsch-dänischen Sichtweise könne die Minderheitenpartei eine wesentliche Perspektive beisteuern.

„Wir sind offener und breiter in unserer Sicht. Es ist wichtig, dass wir uns auch trauen, neu zu denken, und uns nicht einschränken lassen“, sagt sie.

Bachmann setzt auf Rolle als Zünglein an der Waage

2017 erzielte die SP mit 13,3 Prozent einen deutlichen Wahlsieg. Damals unterstützte Danfoss-Chef Jørgen Mads Clausen Stephan Kleinschmidt als Bürgermeisterkandidaten. Vor vier Jahren verloren sie 5,3 Prozentpunkte. In der mit großer Unsicherheit behafteten Epinion-Umfrage landet sie bei 3,8 Prozent.

Trotz der schwierigen Aussichten hält die Partei mit Kirsten Bachmann an einer Bürgermeisterkandidatur fest. „Wir werden einen sehr fragmentierten Stadtrat mit vielen Parteien bekommen. Mit mir würden die Wählerinnen und Wähler eine Bürgermeisterin bekommen, die das ein wenig sammeln kann“, sagt sie selbstsicher. 

Bachmann und Leiendecker sehen die Chance darin, dass die SP erneut Zünglein an der Waage werden könnte. „Ich würde zuhören und sehen, wie wir Kompromisse finden können, um für Sonderburg die allerbesten Lösungen zu erzielen.“ 

In dem Wahlextra stellen Kirsten Bachmann und Christel Leiendecker sich ebenfalls Fragen zum DGI-Landsstævne, zur Abwanderung von jungen Menschen sowie zur langwierigen Planung bei Radwegen und einer zentralen Kläranlage. Die Podcastfolge ist oben im Artikel abrufbar.

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