Leserbeitrag

Nordschleswig ist zurück auf der Regattabühne – Starker Auftritt in Bad Segeberg

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Die Nachwuchs- und Masters-Aktiven des Nordschleswigschen Ruder-Verbands zeigten beim ersten deutschen Regatta-Start seit Jahren vollen Einsatz.

„Nordschleswig ist zurück – und diesmal mit Perspektive.“ Laut NRV-Pressesprecher Anton Hirschauer war der Auftritt des Nordschleswigschen Ruder-Verbands am Wochenende in Bad Segeberg ein deutliches Signal für den Neubeginn einer lebendigen Regattakultur. Nach jahrelanger Pause meldete sich das Team mit Nachwuchstalenten und Masters-Damen eindrucksvoll auf der deutschen Regattabühne zurück.

Am Sonnabend, 13. September 2025, hieß es für den Nordschleswigschen Ruder-Verband (NRV): „Nordschleswig ist back!“ Zum ersten Mal seit vielen Jahren nahm der Verband wieder an einer deutschen Regatta teil – und das mit großem Erfolg.

Während in den Sommermonaten in Sorø und Holstebro lediglich zwei Aktive am Start waren, meldete der NRV in Bad Segeberg gleich neun Sportlerinnen und Sportler. Zwei kurzfristige Ausfälle reduzierten die Mannschaft zwar auf sieben Aktive, doch diese zeigten in fünf Rennen vollen Einsatz und sorgten für reichlich Aufmerksamkeit am Regattaplatz.

Erste Schritte im Nachwuchsbereich

Den Auftakt machten Siri und Ava Henken aus Sonderburg im Mädchen-Zweier. Für die beiden 15-Jährigen war es das erste Rennen überhaupt. Auf der 350-Meter-Strecke lag der Fokus auf dem Sammeln von Erfahrungen. Nach einem „Krebs“ gleich zu Beginn – so nennen Ruderer das unbeabsichtigte Hängenbleiben mit dem Ruder im Wasser – bewiesen sie großen Kampfgeist. Unter lautem Applaus des Publikums fuhren sie das Rennen mutig bis ins Ziel.

NRV-Trainer Thomas Ihnen sagte: „Ich bin stolz auf die beiden, dass sie sich diesem Abenteuer gestellt haben. Ein super Ergebnis und ein wichtiger Schritt für ihre Entwicklung.“

Erfolge bei den Junioren

Adam Jebsen aus Sonderburg trat im Junior-Einer der 17-/18-Jährigen an. Trotz Startschwierigkeiten in der Technik fand er immer besser ins Rennen und erkämpfte sich einen starken dritten Platz.

Premiere für die Masters-Damen

Besonders erfreulich war der Auftritt der Masters-Damen (alle über 27 Jahre).

  • Dorothee Ihnenaus Hadersleben dominierte ihren Einer und siegte souverän – auch wenn ihre Gegnerin nach 100 Metern unglücklich kenterte.
  • Im neu formierten Frauen-Vierer (Dorothea Lindow, Hoyer; Martje Rave, Gravenstein; Antje Christophersen, Sonderburg; Dorothee Ihnen, Hadersleben) gingen gleich drei Athletinnen zum ersten Mal überhaupt an den Start. Trotz kleinerer Schwierigkeiten – auch hier gab es einen „Krebs“ – lieferte das Boot ein spannendes Rennen und unterlag nur knapp einem erfahrenen Hamburger Team.

    Zum Abschluss starteten Dorothea Lindow und Dorothee Ihnen noch im Zweier – allerdings mangels weiblicher Gegner in der Männerklasse. Während die Männerboote schnell davonzogen, zeigten die beiden eine starke Leistung und holten am Ende die Goldmedaille für den schnellsten Frauen-Zweier.

Ein starkes Signal für die Zukunft

Während der Regatta gab es viel positives Feedback von der Regattaleitung. Viele erinnerten sich noch an die Zeiten, als die Haderslebener Regatta fester Bestandteil des Kalenders war. Die Rückkehr des NRV mit gleich mehreren Booten – und insbesondere mit jugendlichen Aktiven – wurde begeistert aufgenommen.

Der Tenor war eindeutig: „Nordschleswig ist zurück – und diesmal mit Perspektive.“

Dieser Auftritt in Bad Segeberg war für den NRV nicht nur ein sportliches Signal, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Wiederaufbau einer lebendigen Regattakultur in Nordschleswig.

Anton Hirschauer
Pressesprecher
Nordschleswigscher Ruder-Verband

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.