Ruderverband

Nachwirkungen der Sturmflut: Neue Brücke für den Apenrader Ruderverein

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ARV-Mitglieder packten kräftig an, als das letzte Teil der neuen Brücke ins Wasser gelassen wurde.

Lange hatte der ARV um eine neue Ab- und Anlegestelle für die Boote gekämpft. Mit einer großzügigen Finanzspritze aus privater Hand ist es nun gelungen – sehr zur Freude der Ruderinnen und Ruderer.

„Es ist endlich wahr geworden“, freut sich Peter Asmussen, der Vorsitzende des Apenrader Rudervereins (ARV). Kürzlich konnte das noch fehlende letzte Teil der neuen Brücke, von der aus die Rudernden die Boote zu Wasser lassen, montiert werden.

Lang gehegter Wunsch

Schon seit einigen Jahren stand eine solche Brücke auf der Wunschliste des Vereins. Bei der jüngsten Sturmflut im Oktober 2023 wurde die alte Brücke vollkommen zerstört – das Vereinsheim wurde ebenfalls ein Opfer der Fluten und musste renoviert werden. Das ließ sich jedoch mit Mitteln aus dem sogenannten Sturmfluttopf stemmen.

Die Brücke war jedoch nicht versichert – Versicherungen übernehmen solche besonders gefährdeten Teile nicht in die Policen.

Der Wagen für die Schwimmbrücke gehörte dem dänischen Ruderklub und sollte eigentlich entsorgt werden. Da er genau auf die neue ARV-Brücke passt, hat er jetzt eine neue Funktion bekommen.
Ein froher und zufriedener Peter Asmussen: Der ARV-Vorsitzende auf der neuen Brücke
Die Monteure befestigen den schwimmenden Teil der Brücke.

Bislang behalf man sich damit, die Brücke des dänischen Nachbarvereins mitzunutzen. Dies sei jedoch nur mittelfristig möglich, so die Nachricht des Aabenraa Roklubs.

Feierliche Eröffnung folgt

Kürzlich gab es dann jenen Moment, auf den die ARV-Mitglieder so lange gehofft hatten: Eine neue Brücke liegt jetzt vor dem Vereinsheim am Strandvej. Sie besteht aus einem festen und einem schwimmenden Teil. Der schwimmende Teil wird von vier Ankern gehalten.

Am Mittwoch, 23. April, wird die neue Brücke offiziell eingeweiht. „Ab 16.30 Uhr gibt es ein tolles Programm für alle“, wirbt Peter Asmussen für die Veranstaltung, die für alle offen sei.

Doch wie hat es der ARV-Vorstand es geschafft, dass eine neue Brücke gebaut werden konnte, nachdem es anfänglich nicht so gut ausgesehen hatte?

Haben große Mithilfe geleistet: Leiterin der Kajaksparte Marion Bojsen (l.) und der zweite ARV-Vorsitzende Benny Andersen.

„Es war viel Arbeit“, sagt Asmussen. Zwar hätte der ARV Rücklagen gebildet, um eine neue Brücke finanzieren zu können, doch die reichten nicht. „Wir mussten also nach externen Geldgebern suchen“, berichtet Asmussen.

Ein Teil der Ausgaben konnte über Gelder des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) gedeckt werden, der dem Ruder-Dachverband Nordschleswiger Ruderverband (NRV) Instandhaltungsmittel zur Verfügung stellt. Knapp 20 Prozent oder 100.000 Kronen gab es von der Seite.

Weitere 100.000 Kronen konnten durch Spenden der Norlys Stiftung (Norlys Fonden) finanziert werden. „Und dann haben wir noch zwei Spender, die 150.000 Kronen dazu gaben“, so der ARV-Vorsitzende. Diese wollten jedoch anonym bleiben, fügt er hinzu.

Starke Stahlketten halten die Brücke in Position. Sie verbinden Anker und Brücke.

Den Rest stemmte der Verein aus eigener Tasche – mit den Rücklagen, die seit Jahren gebildet wurden.

„So konnten wir schon jetzt eine Firma mit dem Bau der Brücke beauftragen“, so Asmussen, der sich sehr über die Hilfe freut – auch über die der anderen Vorstandsmitglieder, „die einen großen Teil beigetragen haben“, fügt er hinzu.

Das Grundgerüst für die Brücke: Die Teile lassen sich zur Not schnell abbauen – sollte wieder eine Sturmflut angesagt sein. Gleiches gilt für die schwimmenden Elemente.
Das sind zwei der vier Anker, die im Meeresboden versenkt wurden und die Brücke am Platz halten.