Leserinnenbericht

„Mission mit Herz und Humor: Fest der Verbundenheit auf Röm“

Veröffentlicht Geändert
Die beliebte Missionsverlosung im Jugendlager bildet den Höhepunkt der Veranstaltung.

Rund 50 Gäste feierten auf der Insel Röm das traditionelle Inselmissionsfest des Vereins der Freunde der Breklumer Mission. Neben einem festlichen Gottesdienst stand ein informativer Vortrag des tansanischen Theologen Dr. Brighton Katabaro im Mittelpunkt. Kollekte und Erlöse unterstützen internationale Projekte in Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft.

Bei herrlichem Spätsommerwetter feierte der „Verein der Freunde der Breklumer Mission“ am 7. September 2025 sein jährliches „Inselmissionsfest“ auf der dänischen Insel Röm (Rømø) im Jugendlager der Nordschleswigschen Gemeinde.

Wie in jedem Jahr begann das Fest mit einem Gottesdienst in der Sct. Clemens Kirche mitten auf der Insel, gestaltet von Pastor Carsten Pfeiffer aus Buhrkall und Pastorin Anke Krauskopf aus Apenrade.

Gastprediger war Pastor Dr. Brighton Katabaro aus Tansania, Studienleiter der Missionsakademie in Hamburg.

In seiner Predigt spannte Katabaro einen weiten Bogen vom Thema Mission heute, gedeutet als globale Schöpfungsverantwortung in der Klimakrise, die sich ergibt aus dem Suchen und Finden der Liebe Gottes bis hin zur Freude über das eigene Gefundenwerden.

Spannende Einblicke in die tansanische Landwirtschaft

Pastorin Anke Krauskopf, Gastpastor Dr. Brighton Katabaro aus Tansania sowie Pastor Carsten Pfeiffer vor der Inselkirche auf Röm

Nach dem Gottesdienst versammelten sich gut 50 Menschen im Jugendlager, davon auch einige deutsche Urlaubsgäste, um nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken dem Vortrag von Dr. Katabaro zu lauschen.

Mit sehr viel Humor berichtete er über seine Heimat in Tansania. Katabaro hat als Theologe eine landwirtschaftliche Hochschule gegründet und beschäftigt sich zurzeit mit der Entwicklung einer Agrartheologie.

Die Zuhörenden erfuhren, dass Landwirtschaft in Tansania die Lebensgrundlage für den größten Teil der Bevölkerung ist. Landwirtschaft bedeutet Einkommen, und Einkommen schafft Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Sicherheit.

Klimawandel und Landverknappung stellen heutzutage die größten Herausforderungen für die tansanische Landwirtschaft dar, aber gemeinsam mit u. a. kirchlichen Partnerorganisationen wird an konstruktiven Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit gearbeitet.

Eine Urlauberfamilie gehörte zu den Gewinnern

Das Wetter lud zum Verweilen unter freiem Himmel ein.

Den Höhepunkt des Inselmissionsfestes aber stellt nach wie vor die beliebte Missionsverlosung dar, deren Hauptgewinn stets eine Woche Ferienhausaufenthalt auf Röm ist.

In diesem Jahr ging der Hauptpreis an eine Urlauberfamilie aus Süddeutschland, was alle sehr gefreut hat. Auch der 2. Hauptpreis, ein Gutschein für eine hausgemachte Torte von Angela Andresen, fand in diesem Jahr den Weg über die Grenze nach Schleswig-Holstein.

Ansonsten freuten sich die übrigen Gewinner wieder über selbst gekochte Marmeladen, Honig aus Nordschleswig, Kaffee – auch aus Tansania, Bücher, kunstvolle Handarbeiten und vieles mehr.

Angela Andresen überreichte den Hauptpreis an die Urlaubsgäste aus Süddeutschland.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle allen, die unsere Verlosung mit so fantastischen Preisen ausgestattet haben und allen, die durch ihre Mitarbeit zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Projekte in Indien werden gefördert

Der Posaunenchor aus Süderlügum

Mit der Gottesdienstkollekte (3.541 Kr.) und dem Erlös des Losverkaufs (5.965 Kr.) unterstützt der „Verein der Freunde der Breklumer Mission“ jedes Jahr Bildungs-, Gesundheits- und Landwirtschaftsprojekte in Indien, Papua-Neuguinea und Tansania.

Darüber hinaus erbrachten Spenden anlässlich der Trauerfeier für Tonderns langjährigen Pastor und Vorsitzenden des Vereins der Freunde der Breklumer Mission, Lorenz Peter Wree, die Summe von ca. 11.000 Kronen. Ein herzlicher Dank allen Spenderinnen und Spendern.

Mit Gesang und Segen endete das gelungene Fest gegen 17.30 Uhr mit einer gewissen Vorfreude auf das Inselmissionsfest 2026.

Anke Krauskopf

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.