Deutsche Minderheit

Meistgelesen: Das waren 2025 die heißen Themen im „Nordschleswiger“

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Für Lehrerin Andrea Grünberg-Richter ist es das letzte Schuljahr. Wie Ende des Jahres feststeht: für „ihre“ Schule in Rapstedt ebenfalls.

Mitreden und informiert sein: Worüber wollten die Menschen im zu Ende gehenden Jahr besonders viel wissen? Die Statistik zeigt, dass fünf Themen herausragten. Von (Minderheiten-)Politik über Sport und Freizeit bis zu tragischen Unfällen ist die ganze Bandbreite des Lebens abgebildet.

Ganz nah dran: 2025 bewegen viele Themen im „Nordschleswiger“ die deutsche Minderheit und die Menschen im Grenzland. Fünf davon besonders. Das zeigen den Journalistinnen und Journalisten der Redaktion neben Zuschriften, Anrufen, Gesprächen „vor Ort“ und Kommentaren auf den sozialen Plattformen auch die Zugriffszahlen auf die Artikel dazu.

Thema 1: Schulschließung und Krise im Management des DSSV

Andrea Grünberg-Richter auf dem Schulhof in Rapstedt. Dass die Schule und der angrenzende Kindergarten nicht mehr vom Deutschen Schul- und Sprachverein unterstützt werden und beide Einrichtungen voraussichtlich schließen müssen, macht die erfahrene Lehrkraft traurig. 17 Jahre lang war sie in Rapstedt tätig.

Das Schulwesen in der deutschen Minderheit hält die „Nordschleswiger“-Redaktion 2025 ganzjährig auf Trab. Anfang des Jahres wirft der just installierte Geschäftsführer Lasse Tästensen das Handtuch. 

Was ist da los im Schul- und Sprachverein, der für die Kindergärten und Schulen der deutschen Minderheit in Nordschleswig zuständig ist? „Der Nordschleswiger“ hakt immer wieder nach und berichtet über Rückschläge und Fortschritte im Ringen darum, den Verband und seine Institutionen für die Zukunft fit zu machen. 

Die Entscheidung, Schule und Kindergarten in Lunden auf Nordalsen (Nordals) zu behalten, Rapstedt (Ravsted) aber zu schließen, sorgt Ende des Jahres für großes Interesse und Diskussionsbedarf. 

Einige der Artikel zum Thema:

Thema 2: Das Strandsegelverbot auf Röm

Strandsegeln hat auf Röm Tradition – und war vorübergehend verboten. Ein Thema, das für Aufmerksamkeit sorgte (Archivfoto).

Ein Thema, das über Nordschleswig hinaus viele interessierte: Wie geht es mit der Strandsegel-Tradition auf dem breiten Strand der Insel Röm (Rømø) weiter? 

Aus Sicherheitsgründen wird der Sport Anfang des Jahres auf Röm und Fanø erst einmal verboten. Dabei gebe es keinerlei Informationen über Verletzte, wie der zuständige Minister Thomas Danielsen (Venstre) mitteilt. Er will sich dafür einsetzen, dass das Verbot wieder aufgehoben wird. Und tatsächlich, schon bald können Strandsegel-Cracks wie Karl-Heinz „Kalli“ Stein wieder losdüsen. 

Unter anderem hier nachzulesen: 

Thema 3: Schwere Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen

Betroffenheit in Nordschleswig: An unbeschrankten Bahnübergängen kommen innerhalb kurzer Zeit zwei Menschen ums Leben. Die Fälle werfen Fragen auf. Warum gibt es überhaupt noch unbeschrankte Übergänge, warum so viele noch in Nordschleswig – und wann ändert sich daran etwas? 

Menschen aus der deutschen Minderheit sind direkt betroffen, und auch deshalb berichtet „Der Nordschleswiger“ ausführlich über die Entwicklungen.

Einige der Artikel zum Thema:

Thema 4: Eishockey-„Skandal“: Sønderjyske wird ums Finale gebracht – und bekommt neue Eigentümer

Schiedsrichter und Spieler diskutieren
Diskussionsbedarf: Sønderjyske-Spieler fühlten sich vom Schiedsrichter gegen die blauen Füchse aus Herning um den Sieg gebracht.

Gleich zu Jahresbeginn schockiert eine Schiedsrichterentscheidung weite Teile des „Nordschleswiger“-Publikums: Die Eishockey-Herren scheiden gegen Herning aus dem Pokal aus. Und obschon sie in den ersten beiden Dritteln nur wenig dafür taten, als Sieger vom Platz zu gehen, war am Ende von „Skandal“ und „Schande“ die Rede. Es wurde nach dem Aus im Penaltyschießen kein Blatt vor den Mund genommen: Die Eishockeyspieler von Sønderjyske fühlen sich um den Einzug ins Pokalfinale betrogen.

Jens Kragh Iversen war für den „Nordschleswiger“ ganz nah dran – sogar zu nah nach dem Geschmack der Offiziellen, die seine Fragen zu der Entscheidung mit einem Rauswurf quittierten. 

Noch im Frühjahr sorgt ein weiterer Artikel im „Nordschleswiger“ über die Eishockeymannschaft aus Woyens (Vojens) für reges Interesse: Jens Kragh Iversen erklärt, wer bei dem Klub nun das Sagen hat.

Hier nachzulesen:

Thema 5: Jørgen Popp Petersen bleibt SP-Bürgermeister in Tondern

Am Tag danach: Nach belastenden Wochen kann Bürgermeister Jørgen Popp Petersen nach der Kommunalwahl wieder lächeln.

Trotzreaktion an der Westküste? Während ganz Dänemark in den Medien über Tierwohlverstöße im Schweinemastbetrieb des amtierenden Bürgermeisters der Kommune Tondern (Tønder) aufgeklärt wird, entscheiden sich noch mehr Menschen als vor vier Jahren dafür, ihn und seine Schleswigsche Partei zu wählen. In den anderen Kommunen Nordschleswigs tut sich die Partei der deutschen Minderheit hingegen schwerer – besonders in Sonderburg (Sønderborg) brechen die Zahlen ein. 

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