Deutsche Minderheit

Konfirmation mit Herz und Haltung – ein besonderer Sonntag in Apenrade

Veröffentlicht Geändert
Vier Mädchen und zehn Jungen wurden am Muttertagssonntag in der Nicolaikirche eingesegnet (v. l.): Pastor Tom Ahlmann (Klipleff), Shawn Chaluppa, Henrietta Haase, N. N., Anton Krey, Emily Schlömer Rieder, Jannick Meyer Brejning, Daniel-Dero Harutyunyan, Anton Essner, Jalte Lessow Johannsen, Lucas Berggreen, Sofus Kjær Jürgensen, Oliver Eskildsen Møller, Stella Konieczna, Johanna Thomsen und Gemeindepastorin Anke Krauskopf.

Mit einem Psalm, einem Handyhalter und einem Herzenswunsch feierten 14 Jugendliche ihre Konfirmation in der Nicolaikirche – begleitet von Chorgesang und bewegenden Worten.

Zum festlichen Ort eines wichtigen Lebensabschnitts wurde am Sonntag, 11. Mai, die Nicolaikirche in Apenrade. 14 Jugendliche wurden von der deutschen Gemeindepastorin Anke Krauskopf konfirmiert. Unterstützt hat sie dabei ihr dänischer Kollege Tom Ahlmann aus Klipleff (Kliplev), der auf besonderen Wunsch des Konfirmanden Daniel mitwirkte.

Ahlmann kennt Daniel und seine Familie seit Langem – Grund ist eine enge, patenschaftliche Verbindung. Daniel hatte deshalb darum gebeten, dass der Klipleffer Pastor ihn konfirmieren möge – eine Bitte, der entsprochen wurde.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Psalm 73,23: „Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ In ihrer Ansprache griff Pastorin Krauskopf zentrale Fragen auf: Wer oder was hält uns im Leben? Wem vertrauen wir – auch dann, wenn die Welt sich unsicher und unübersichtlich zeigt? Der Psalm lenkt den Blick auf die Möglichkeit, Gott als verlässlichen Halt zu sehen – gerade auch in Zeiten des Übergangs.

Handyhalter mit Botschaft

Die Wartezeit vor Beginn des Konfirmationsgottesdienstes vertrieben sich Jalte Lessow Johannsen (l.) und Sofus Kjær Jürgensen mit einem Duett am Klavier im Gemeindehaus.

Als sichtbares Zeichen dieser Botschaft erhielten die Konfirmandinnen und Konfirmanden einen kleinen Handyhalter. Darauf eingraviert: das Psalmwort. Die Idee dahinter: Man kann das Handy loslassen – und bleibt trotzdem verbunden. Genauso mit Gott. Auch wenn sich Jugendliche von Familie oder Kirche ein Stück weit abnabeln – was ganz natürlich ist –, bleibt die Verbindung bestehen. Gott ist, bildlich gesprochen, immer „auf Standby“.

Auch für die Eltern war es ein Tag des Loslassens. Die Jugendlichen bewegen sich mehr und mehr auf eigenen Wegen – mit neuen Freiheiten, aber auch Fragen nach Vertrauen, Nähe und Verantwortung. Die Predigt nahm diese Themen auf und bot gleichzeitig Trost: Inmitten aller Veränderungen bleibt Gottes Hand verlässlich ausgestreckt.

Musik als festliches Band

Das Handy funktioniert für die Freundinnen Henrietta Haase und Emily Schlömer Rieder auch als Schminkspiegel.

Musikalisch wurde der feierliche Rahmen des Gottesdienstes von der Musikvereinigung Nordschleswig mitgestaltet. Ihr Chorgesang verlieh der Konfirmation noch einmal eine besonders feierliche und bewegende Atmosphäre – Gänsehautmomente inklusive.

Für die 14 Konfirmierten war es ein unvergesslicher Tag – voller Segen, Musik und persönlicher Geschichten. Ein Tag, an dem der Glaube spürbar wurde: in Worten, Liedern und einem kleinen Handyhalter mit großer Symbolkraft.