Wirtschaft

In die ehemalige Aldi-Filiale kommt wieder Leben rein

Veröffentlicht Geändert
Kim Goos vor dem ehemaligen Aldi-Supermarkt, den er für seinen Fitness- und Kampfsportbetrieb „Safe & Fit“ gemietet hat.

Fitness- und Selbstverteidigungscoach Kim Goos ist auf der Suche nach mehr Platz fündig geworden. Ab dem 30. März wird sein Kampfsport- und Fitnessbetrieb im Supermarktgebäude in der Hauptstraße zu finden sein, das zuletzt der Konzern Aldi nutzte. Goos erklärt, was hinter dem Umzug steckt und welche Pläne er für den neuen Standort hat.

„Es ist viel besser gelaufen, als ich erwartet und erhofft habe“, sagt Kim Goos. 

Er ist im Juli 2024 von Heidelberg nach Dänemark gezogen und lebt mit Familie in Feldstedt (Felsted). Vor etwas mehr als einem Jahr eröffnete er am Stationsvej in Tingleff den Kampfsport- und Fitnessbetrieb „Safe & Fit“. Das Studio wird er demnächst in den früheren Aldi-Laden gegenüber der Kirche verlegen. Aldi zog sich 2022 aus Dänemark zurück. Die Tingleffer Supermarktimmobilie stand seitdem leer. 

„Wenn alles klappt, sollen am 30. März die ersten Kurse am neuen Standort laufen“, so Goos. 

Für Groß und Klein

Ein Schwerpunkt des Fitness-Trainers sind Selbstverteidigungstechniken und Strategien fürs Grenzensetzen. Goos bietet Kurse für Erwachsene und für Kinder unterschiedlicher Altersklassen an. In der Bambini-Gruppe trainieren Mädchen und Jungen ab sechs Jahren. 

Goos zeigt auch schon mal Schul- und Kindergartenkindern, wie sie sich in kritischen Situationen behaupten und sich anbahnende Konflikte abwenden können.

Nun verschafft sich der 40-Jährige mehr Platz. „Es ist für mich der logische nächste Entwicklungsschritt. Am aktuellen Standort stoße ich platztechnisch an meine Grenzen. Ich benötige deutlich mehr Raum für die Trainingsgruppen und für zusätzliche Möglichkeiten, mein Angebot weiter auszubauen“, so Goos, der ausgebildeter Optiker ist, sich mittlerweile aber auf sein Wissen im Kampfsport- und Fitnesssektor konzentriert.

Verfügt er am Stationsvej bislang über 120 Quadratmeter, wobei die Trainingsfläche lediglich 50 Quadratmeter ausmacht, „habe ich im ehemaligen Aldiladen insgesamt 600 Quadratmeter. Das ist fast schon zu viel, eröffnet aber gute Möglichkeiten“, sagt der Kampfsportexperte. Ein großes Plus am neuen Standort seien die guten Parkmöglichkeiten direkt neben dem Gebäude.

Blick durchs Fenster des ehemaligen Supermarktes. Kim Goos wird dort wesentlich mehr Platz haben.

Angebot erweitern

Kim Goos schweben verschiedene Zusatzangebote vor. Entstehen soll unter anderem ein kleiner Bereich mit Kraftgeräten, und es sollen weitere Fitnesskurse wie Zumba angeboten werden. „Das wird voraussichtlich meine Frau Melanie leiten.“

Das Objekt in der Hauptstraße hat Goos erst einmal gemietet, mit der Option, die Immobilie unter Umständen zu kaufen.

Er wolle weiter an seinen Dänisch-Kenntnissen feilen, damit er die Kurse künftig auch in Dänisch geben kann. Goos hat vor allem Teilnehmende aus der deutschen Minderheit. 

Kim Goos hat sein Kampfsport- und Fitnessstudio noch am Stationsvej in Tingleff. Bald erfolgt der Umzug in die Hauptstraße.

Dass es so kommen würde, war für ihn anfangs überraschend. „Bis mir einer sagte, dass Tingleff Klein-Deutschland ist“, so Goos mit einem Lachen. Mittlerweile sei er im Bilde, und die Familie habe viele Berührungspunkte zur deutschen Minderheit. Sein Sohn besucht die deutsche Schule in Feldstedt.

Noch einiges zu erledigen

In den kommenden Wochen wird Kim Goos zweigleisig fahren. Es gilt, den Betrieb aufrechtzuerhalten und zugleich das neue Domizil anzupassen und einzurichten. „Da steht noch einiges an“, so Goos, der unter anderem eine kleine Lounge für Eltern einrichten möchte, damit sie dort auf die Kinder warten und zuschauen können. Auch Umkleideräume werde er einrichten.

Trotz der Mehrfachbelastung wird sich Kim Goos einige Tage in seine alte Heimat begeben und in Heidelberg an einer Fortbildung als Gewaltschutztrainer teilnehmen – ganz nach dem Motto: fit für den Neustart in Tingleff.