Deutsche Minderheit

Festlicher Abschluss mit einer Schulleiterin in Doppelfunktion

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Die neunte Klasse bedankte sich zum Abschied insbesondere bei Klassenlehrerin Kerstin Westergaard (r.).

19 Jugendliche sind an der Deutschen Schule Tingleff feierlich verabschiedet worden. Freya und Marco konnten sich nicht nur über das bestandene Examen, sondern auch über eine Ehrung freuen. Auf die neue Schulleiterin Carina Heymann kam eine Doppelrolle zu.

Zum Rockklassiker „Eye of the Tiger“, gespielt vom hauseigenen Orchester unter der Leitung von Dieter Søndergaard, marschierten die festlich gekleideten Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse zur Abschlussfeier der Deutschen Schule Tingleff (DST) ein.

Für die neue Schulleiterin Carina Heymann galt es kurz darauf, ihren Platz im Orchester zu verlassen und sich zur Begrüßung aller Anwesenden ans Rednerpult zu begeben. Heymann, seit Mai Leiterin, ist ehemalige Schülerin der Tingleffer Schule und gehört seither dem Orchester an.

Dass sie nun auch als Schulleiterin bei der Abschlussfeier musiziert, sei für sie eine Selbstverständlichkeit, sagte Heymann vor der Feier zum „Nordschleswiger“.

Schulleiterin Carina Heymann als Orchestermitglied (Mitte)
Carina Heymann bei ihrer Fest- und Begrüßungsrede

Abgangsklasse im Mittelpunkt

Ihre Begrüßungsrede wolle sie bewusst kurz halten, „denn die Abgangsschülerinnen und -schüler sollen im Mittelpunkt stehen. Es ist ihr Tag“, so die Schulleiterin.

Sie hielt sich daran – die 19 Jugendlichen rückten in den Fokus. Dazu trug unter anderem Klassenlehrerin Kerstin Westergaard bei, die persönliche Worte an die Klasse und an jede Abgangsschülerin und jeden Abgangsschüler richtete.

In der siebten Klasse habe sie als Reiseleiterin die Reisegruppe übernommen. Es seien Passagiere während der Reise ausgestiegen und neue Passagiere hinzugekommen.

Die Reisegruppe musste sich finden und sich aufeinander einstellen. Dabei blieben Unstimmigkeiten nicht aus, die sich aber zunehmend legten. Man sei nun gut angekommen, so Westergaard, die so manche Anekdoten aus dem Schulalltag, von der letzten Schulwoche und den Klassenfahrten zum Besten gab.

Die Neuntklässlerinnen und -klässler saßen bei der Schulentlassfeier natürlich in der ersten Reihe.

Gute Abschlüsse

Die Schülerinnen und Schüler seien gut auf das Examen vorbereitet gewesen und hätten die Erwartungen teilweise übertroffen, lobte die Klassen- und Fachlehrerin ihre Neuntklässlerinnen und Neuntklässler.

Ein Sonderlob bekamen auf der Abschlussfeier Freya Marie Lemke und Marco Julian Wolff. Das Kollegium hatte sie für ein Legat der Deutschen Selbsthilfe wegen schulischer Leistungen und großem sozialen Engagement im Schulalltag und im Klassenverbund vorgeschlagen.

Die Auszeichnungen überreichte im Namen der Selbsthilfe Anja Eggert.

Tschüss, Schule und Mitarbeitende!

„… Schülerin mit herausragenden Leistungen und einer bemerkenswerten Einstellung zum Lernen und zum schulischen Einsatz; … zeichnete sich nicht nur durch besondere fachliche Leistungen aus, sondern auch durch den sozialen, freiwilligen Einsatz in der Klasse und für die Schule. Freya lebt die Werte der Deutschen Schule Tingleff: Dialog, Sprache, Toleranz, und genießt dabei aufgrund ihrer Authentizität und Natürlichkeit das Ansehen und Vertrauen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.“

„Tüchtiger Schüler, der sich durch herausragenden Fleiß und eine vorbildliche Einstellung zur Schule und zum Lernen hervorhebt. Ganz besonders sei seine Anstrengung zum Erwerb der dänischen Sprache zu erwähnen. In der 8. Klasse entschied Marco selbst, dass er nicht mehr zum ‚Dänisch als Zweitsprache-Unterricht‘ gehen wollte, da er dadurch den Inhalt in anderen Fächern wie z.B. Englisch oder Geschichte verpasste. Auch im sozialen Bereich war Marco eine Bereicherung für die Klasse. Als Ruhepol sorgte er für Ausgeglichenheit, und mit großem Gerechtigkeitssinn setzte er sich stets für die richtige Sache ein. Lehrer und Mitschüler kamen nie vergebens, wenn Marco um einen Gefallen gebeten wurde …“

Wurden mit einem Legat überrascht: Freya Maria Lemke und Marco Julian Wolff.

Die neunte Klasse ließ es sich bei der Feier mit Zeugnisvergabe natürlich nicht nehmen, sich ihrerseits von den Mitarbeitenden zu verabschieden, Präsente zu verteilen und einen mitunter launigen Rückblick auf ihre Schulzeit zu richten. Ein besonderer Dank galt Klassenlehrerin Kerstin Westergaard.

Der endgültige Abschied rückte dann immer näher. Die Feier fand ihren Ausklang bei einem geselligen Beisammensein mit Speis und Trank. Dass das Wetter da nicht so recht mitspielte und einem Beisammensein draußen mit Sonnenschein im Wege stand, wurde billigend in Kauf genommen. Das stand ja auch nicht im Mittelpunkt.

Die Abschlussklasse mit Klassenlehrerin Kerstin Westergaard (l.) und Schulleiterin Carina Heymann (r.): (hi. v. l.): Zacrie van Soso Matzen, Lasse Truelsen Brink, Max Hellmich, Kaya Finn Lautenschläger, Lasse Asmus Rudolf Hutzfeldt Asmussen, Marco Julian Wolff, Max Fabio Riccardo Pacelli, Julian Elias Fieß, Harley Jayden Peter Dommisch, Jeppe Diedrichsen und Jannik René David. Sitzend von links: lannah Fey Donath, Meg Hansen Neuschild Poczkaj, Cecilie Marie Nielsen, Freya Marie Lemke, Dortje Klein, Celine Hörmann, Enya Rabea Lautenschläger und Minna Münz