Leserinnenbericht

„Ein sommerlicher Ausflug voller Kunst, Musik und Erinnerungen“

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Horst Jacobsens Kunstwerk „Sort Sol“ schmückt die Fassade des ehemaligen Sparkassengebäudes, das heute das Lokalhistorische Archiv beherbergt. Auf dem Foto sind Horst Jacobsen (2. v. l.) und seine Frau Ingrid (4. v. r.) mit neun der zehn Besucherinnen und Besucher aus Tingleff zu sehen. Besucher Nummer 10 drückte auf den Auslöser.

Bevor die Ausstellung des Künstlerpaars Jacobsen endet, hat sich der Sozialdienst Tingleff auf den Weg nach Rapstedt gemacht – und wurde herzlich empfangen. Vorstandsmitglied Elke Carstensen berichtet von einem nachdenklich stimmenden, musikalischen und unterhaltsamen Nachmittag.

Relativ spontan haben wir vom Sozialdienst Tingleff uns Anfang Juli dazu entschlossen, doch noch ein kleines Sommerangebot in unser Programm aufzunehmen. Bevor Ende Juli die Kunstausstellung von Ingrid und Horst Jacobsen in Rapstedt (Ravsted) abgebaut wird, wollten wir die Gelegenheit nutzen.

In Fahrgemeinschaften machten wir uns – eine Gruppe von zehn Personen – auf den Weg und trafen uns vor dem Historischen Archiv in Rapstedt. Dort wurden wir herzlich von den beiden Künstlern empfangen.

Kunst am Bau und Erinnerungen an Zugvögel

Der Nachmittag begann mit einem Gruppenfoto vor der „Schwarzen Sonne“ (Sort Sol) an der Außenwand des ehemaligen Sparkassengebäudes. Das markante Kunstwerk von Horst Jacobsen erinnert an die unzähligen Vogelschwärme, die früher Rast in Rapstedt machten – und ist heute ein weithin sichtbares Symbol des Archivs.

Kaffee, Kuchen und ein Blick in das Künstlerleben

In der Ausstellung angekommen, wurden wir bei Kaffee und Kuchen zunächst von Ingrid Jacobsen begrüßt, dann übernahm auch Horst Jacobsen das Wort. Mit großem Interesse hörten wir den beiden zu, die von ihrer jahrzehntelangen künstlerischen Arbeit berichteten – vom Kennenlernen, über ihre Zeit an der Deutschen Nachschule Tingleff, bis hin zu gemeinsamen Projekten, Ausstellungen und der Liebe zur Kunst in all ihren Formen.

Ob große Holzskulpturen oder feiner Schmuck – fast immer kamen Materialien aus der Region zum Einsatz.

Musik über Lautsprecher – mit königlicher Erinnerung

Holzskulptur von Horst Jacobsen

Ein Klavier hätte dem Nachmittag noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt – Horsts Leidenschaft fürs Klavierspiel ist in der Region ja kein Geheimnis. Da im Ausstellungsraum aber kein Platz dafür war, half man sich anders: Über Lautsprecher hörten wir das von Horst eigens komponierte Klavierstück „Sommerblumen“, das er anlässlich des Besuchs von Königin Margrethe II. bei der deutschen Minderheit im Jahr 1986 an der Nachschule in Tingleff gespielt hatte.

Stolz präsentierte er außerdem eine Komposition seines Enkelsohns – offenbar ein musikalisches Talent, das in der Familie liegt.

Quiz und persönliche Souvenirs

Ingrid und Horst Jacobsen erzählten lebendig von ihrem beruflichen und kreativen Schaffen.

Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung, bei dem es ein kleines Quiz gab, konnten wir die Kunstwerke aus nächster Nähe betrachten. Die Reaktionen waren begeistert: „faszinierend“, „großartig“, „sehr, sehr schön“ – so klang es aus unserer Runde.

Obwohl die Ausstellung in Rapstedt bald endet, erfuhren wir, dass es bald eine neue Gelegenheit geben wird, die Werke von Ingrid und Horst Jacobsen zu sehen – in Toftlund ist eine weitere Ausstellung geplant.

Eine Skulptur aus verschiedenen Materialien

Bernstein als Andenken

Ein schöner Nachmittag ging zu Ende – mit einem kleinen Souvenir für alle: Jeder Gast durfte sich zum Abschluss noch einen Bernstein aus Rapstedt aussuchen.

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.