Deutsche Minderheit

Ein roter Teppich für neue Wege: Abschied von der LAS mit Humor und Comics

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Die Abschlussklasse: (Hinten v.l): Mikkel B. Thomsen, Mathis J. Rüdiger, Dino Susic, Emelie Williner, Jolina Woestmeyer, Emilia Bruhn, Sophie L. Frisk, Vega M. C. Tästensen, Sophie M. Englich.Vorne (v.l.) Robert G. Scholz, Magnus Petersen, Hari Susic, Jeppe A. L. Hansen, Schulleiterin Bonni Rathje-Ottenberg, Paul L. Englich, Amandine H. F. Corban sowie Klassenlehrer Carsten Møller.

15 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler, Lehrkräfte und Angehörige feierten den Abschluss eines gemeinsamen Weges – und den Beginn eines neuen. Mit roten Rosen, warmen Worten und einer Prise Humor blickten die Beteiligten zurück auf gemeinsame Jahre voller Höhen und Herausforderungen – und nach vorn auf neue Wege, begleitet von Werten wie Toleranz, Zusammenhalt und Zuversicht.

Um Punkt 17.30 Uhr begrüßte Schulleiterin Bonni Rathje-Ottenberg die 15 Jugendlichen aus der 9. Klasse und ihre Angehörigen in der Aula der Ludwig-Andresen-Schule (LAS) in Tondern zur Abschlussfeier.

Zuvor waren die sieben Schülerinnen und acht Schüler in flachen Schuhen oder High Heels über den roten Teppich in die Schule geschritten. Zum Auftakt hatten sie auf dem roten Teppich mit ihren Verwandten einen Fotostopp eingelegt.

„Wir singen ‚Die Gedanken sind frei‘. Ein Lied, das sehr wichtig ist, in dieser Zeit“, sagte die Schulleiterin. Und während die Eltern und die Jugendlichen bei diesem Lied die Gedanken fliegen lassen konnten, begleiteten die Abgänger Robert Scholz (Klavier) und Paul Englich (Gitarre) das Singen.

Eine Schulzeit mit Höhen und Tiefen

„Heute nehmen wir Abschied von eurer Zeit an der LAS. Ich denke, ich liege richtig, wenn ich sage, dass ihr heilfroh seid, dass das Pauken, die Schinderei und die Prüfungen vorbei sind. Ihr habt uns überrascht. Keine Klasse hat sich so viel in der Schule zur Vorbereitung gezeigt wie ihr“, so die Schulleiterin.

Während der vergangenen Jahre habe man gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt.

„Der Weg hierher war nicht leicht. Wir haben Herausforderungen und Konflikte gemeistert und haben viele Gespräche geführt und einige Pläne gemacht“, so die Schulleiterin.

Vier mit einer durchgehenden Laufbahn

„Die Schule ist immer in Bewegung“, sagte Bonni Rathje-Ottenberg mit Blick auf Ab- und Neuzugänge. Aus der 15-köpfigen Abgangsklasse fingen Emilia Bruhn, Jeppe Lønne Hansen, Mathis Jessen Rüdiger und Mikkel Thomsen im August 2015 als Vorschulkinder ihre schulische Laufbahn an der LAS an. Ab 3. bis 8. Klasse kamen weitere Schülerinnen und Schüler dazu, und andere zog es in den vergangenen zehn Jahren weg.

„Toleranz, Energie und Kraft“

Sie fingen im August vor zehn Jahren in der Vorschule der LAS an: Emilia Bruhn, Mathis Jessen Rüdiger, Jeppe Lønne Hansen und Mikkel Thomsen.

„Der Weg kann auch von Launen geprägt sein und ist für Schüler und Lehrer nicht immer leicht. Das gehört dazu. Die Entwicklungsphasen erfordern ganz, ganz viel Toleranz, Energie und Kraft und Ausdauer, um für euch eine Zukunft zu gestalten, die ihr gerne möchtet. Ich hoffe, ihr werdet euren Weg finden, der euch mit diesen Werten motiviert. Was euch auszeichnet, ist, dass ihr füreinander eingestanden habt, wenn die Luft etwas dünner wurde“, erklärte Bonni Rathje-Ottenberg.

Sie gab ihnen den Rat, nicht zu vergessen, selbstkritisch zu sein und sich selbst hintenanzustellen, um sich in eine neue Gemeinschaft einzubringen. „Denkt daran, wenn ihr das Gesicht zur Sonne wendet, fallen die Schatten hinter euch.“

Ein Lehrer aus der Steinzeit

Emilie Williner mit ihren Eltern beim Fotoshooting

„Die Welt braucht Menschen, die Brücken bauen und keine Angst vor anderen Perspektiven haben“, sagte Lilli Marie Rachenpöhler, zweite stellvertretende Kreispräsidentin vom Kreis Nordfriesland, in ihrem Grußwort. Die Politikerin des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW) hatte auch Buchgeschenke mitgebracht.

„Als ich Kind war, gab es keinen Computer und keine Internetverbindung. Ich bin aus der Steinzeit. Ich habe aber viele Comics gelesen. Daher fand ich es lustig, dass ihr mich Miraculix genannt habt“, sagte Klassenlehrer Carsten Møller mit einem verschmitzten Lächeln.

Er drehte in der Stunde des Abschieds auf humorvolle Art und Weise den Spieß um und hatte sich Comic-Figuren überlegt, die zu den Jugendlichen passten. Minimaus und Co. waren zum Beispiel im hinteren Teil des Klassenzimmers der Damenclub.

Der Tasmanische Teufel hatte eine sehr große Brotdose mit. Es gab auch die Katzenjammerkids, Daniel Düsentrieb und Schlumpfine. Seine Schöpfungen hatte er visualisiert. Damit traf er den Geschmack der Anwesenden.

Eine Chance, für andere Eigenschaften

Klassenlehrer Carsten Møller tauchte in die Welt der Comics ein und verabschiedete sich mit Humor von seiner Klasse.

„Ihr habt alle einen sehr gut entwickelten Humor. Ihr könnt nett sein und ihr könnt fleißig sein. Nun brecht ihr zu neuen Orten auf und könnt dort vielleicht andere Eigenschaften zeigen, die ihr hier an der LAS oder mit Freunden nicht so zeigen konntet“, sagte der Klassenlehrer.

Die Schülerinnen und Schüler dankten ihm und weiteren Lehrkräften mit individuellen Worten. „Alle Lehrkräfte haben uns gut aufgenommen, auch wenn wir nicht einfach waren. Dafür sind wir dankbar“, sagte Emilia Bruhn abschließend.

Nachdem die Zeugnisse, die roten Rosen und Buchgeschenke überreicht worden waren, wurden Legate verteilt. Um 18.35 Uhr gingen die nun Ehemaligen und die Gäste hinaus, um einen Imbiss und das schöne Wetter zu genießen. Und wer wollte, konnte das Schulgebäude abschließend über den roten Teppich verlassen.

Nach dem offiziellen Teil zog es viele nach draußen in den Innenhof.