FUSSBALL

Daniel Wass als Allzweckwaffe

Daniel Wass als Allzweckwaffe

Daniel Wass als Allzweckwaffe

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Helsingør/Apenrade
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Daniel Wass kam auch im abschließenden Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina zum Einsatz. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Nach neun Jahren mit unregelmäßigen Einsätzen hat sich Daniel Wass unter Kasper Hjulmand zum Stammspieler in der Nationalmannschaft gemausert. Eine feste Position hat er nicht – und genau das ist seine Stärke.

Es gibt nur wenige Spieler in der dänischen Fußball-Nationalmannschaft, die so vielseitig eingesetzt werden können wie Daniel Wass.

Alleine in den jüngsten zwei Testspielen gegen Deutschland und gegen Bosnien-Herzegowina hat er im zentralen Mittelfeld sowie als rechter Verteidiger und Rechtsaußen gespielt.

Sein Debüt hat er bereits im Jahr 2011 unter Morten Olsen gemacht – Daniel Wass war damals 21 Jahre alt.

Seitdem sind in elf Jahren lediglich 30 Spiele dazugekommen, und er hatte große Schwierigkeiten, sich festzubeißen.

Zehn der Einsätze waren unter dem neuen Trainer Kasper Hjulmand, der im Sommer 2020 das Amt von Åge Hareide übernommen hat. Hjulmand schätzt die Vielseitigkeit des 32-Jährigen.

„Ich finde einfach, dass Daniel ein richtig guter Fußballspieler ist. Er hat in Spanien so viele Partien auf einem sehr hohen Niveau gemacht. Er ist ein großer Spieler in Spanien“, sagt Kasper Hjulmand über den Profi vom FC Valencia. „Er ist unglaublich flexibel. Ich mag Spieler, die man formen kann. Er kann als rechter Verteidiger eingesetzt werden, als zentraler Mittelfeldspieler oder als Rechtsaußen – er füllt also viele Plätze aus“, so Hjulmand.

Auch in der dänischen Mauer hat Kasper Hjulmand einen passenden Platz für Daniel Wass gefunden. Foto: Angelika Warmuth/Reuters

Nach vielen Jahren mit sporadischen Einsätzen und gemischtem Erfolg ist Wass mittlerweile eine der Stützen im dänischen Team.

„Er hat eine richtig gute Saison für Valencia gespielt und er hat es in den vergangenen Jahren generell sehr gut in Spanien gemacht. Seit wir uns im September getroffen haben, hat er auch für die Nationalmannschaft hervorragende Leistungen gebracht“, so Hjulmand.

Daniel Wass hat mehr als 200 Spiele in der ersten spanischen Liga gemacht – erst für Celta Vigo und anschließend für Valencia. Eine Veränderung will er auch bei der Nationalmannschaft ausgemacht haben.

„Ich habe viel mehr Erfahrung und eine höhere Qualität in meinem Spiel – und vielleicht auch mehr Vertrauen durch den Trainer. Es geht auch darum, dass ich mich als Spieler und als Person entwickelt habe. Das kommt nun zum Ausdruck“, erklärt Daniel Wass.

Verbessertes Defensivverhalten

Sein Erfolg sei auch seinen Trainern geschuldet, meint Wass und hebt besonders Marcelino vom FC Valencia hervor.

„In meinem ersten Jahr bei Valencia spielte ich unter Marcelino. Ich war als Mittelfeldspieler gekommen, aber er setzte mich als rechter Verteidiger ein. Er war ein sehr defensiver Trainer, und ich habe unter ihm viel über das Abwehrverhalten gelernt. Auf dem Gebiet konnte ich mich stark entwickeln, und das habe ich in den vergangenen Spielen auch des Öfteren bewiesen. Darüber bin ich sehr froh“, so Daniel Wass.

Für das dänische Team beginnt die Europameisterschaft am Sonnabend mit der Partie gegen Finnland und Daniel Wass bereitet sich auf seine Rolle als Außenverteidiger vor.

„Ich muss meine Form im Training beweisen, um einen Startplatz für die EM zu bekommen. Ich finde, wir haben so viel Qualität im Kader, dass alle für die erste Elf infrage kommen. Natürlich bin ich froh darüber, dass ich im vergangenen Jahr so viele Einsätze in der Nationalelf hatte. Ich war fast immer in der Startformation und das motiviert mich ungeheuer für diese EM“, sagt Daniel Wass.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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