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Tabanou trifft gleich bei seinem Einstand

Tabanou trifft gleich bei seinem Einstand

Tabanou trifft gleich bei seinem Einstand

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Fußballer führten bis kurz vor Schluss mit 1:0, musste sich aber gegen AC Horsens mit einem 1:1-Unentschieden begnügen.

32 Minuten. Das war alles, was der Fitnesszustand von Franck Tabanou zuließ. Es reichte aber auch zu einem Torerfolg beim 1:1-Unentschieden der Superliga-Fußballer von SønderjyskE im ersten Testspiel der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte gegen AC Horsens.

Der 30-jährige Franzose, der ein fünftägiges Probetraining bei den Hellblauen absolviert, war stark am Ball, machte keine Fehler und grätschte in der 75. Minute eine flache Flanke in den gegnerischen Strafraum zur 1:0-Führung ins Tor. Es war nicht schwer zu erkennen, wieso Tabanou zu 231 Liga-Einsätzen in Frankreich gekommen ist, doch der Linksverteidiger offenbarte einen erheblichen Trainingsrückstand. Es ist mehr als fraglich, ob er diesen schnell genug einholen kann, um im Frühjahr für SønderjyskE eine Verstärkung zu werden.

Foto: Karin Riggelsen

„Tabanou hat, was die Fitness angeht, einen riesigen Nachholbedarf. Wir haben ihn nur 32 Minuten spielen lassen, um ihn nicht zu überlasten. Wir werden sehen, wie es nach zwei weiteren Traininingseinheiten am Sonnabend gegen Kolding IF aussieht. Wir haben bei weitem nicht die beste Ausgabe des Spielers gesehen, haben aber schon erkennen können, dass Qualität in ihm steckt“, meint SønderjyskE-Trainer Glen Riddersholm nach dem 1:1-Unentschieden gegen AC Horsens.

SønderjyskE war auf dem Kunstrasen in Hadersleben bei trostlosem Wetter, Dauerregen und starkem Wind, von den Spielanteilen und Torchancen her die überlegene Mannschaft, musste aber drei Minuten vor Spielende bei der einzigen echten Möglichkeit für den Gegner den 1:1-Ausgleich kassieren.

Foto: Karin Riggelsen

Riddersholm schickte zwei verschiedene Mannschaften in Halbzeit eins und zwei auf dem Spielfeld, mit verschiedenen taktischen Ausrichtungen.

„Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir haben den Spielern selbst die Möglichkeit gegeben, einen Gameplan zu entwerfen, und diesen werden wir morgen aufarbeiten. Wir tun dies, um die Spieler dazu zu bringen, mehr Verantwortung zu übernehmen“, so der SønderjyskE-Trainer, der in der ersten Halbzeit ein 3-5-2 und in der zweiten ein 4-3-3 spielen ließ.

Das 3-5-2 könnte nicht nur wegen des Überangebots an Innenverteidigern eine Formation sein, die man im Frühjahr öfter sehen wird.

„Wir werden versuchen, das 3-5-2 voranzutreiben. Das ist eine Konsequenz daraus, dass wir die Gedanken in Sachen spielerische Entwicklung der Mannschaft vorerst eine Pause geben werden. Wir werden pragmatischer zu Werke gehen“, so Riddersholm, der sich über bis auf die letzte Aktion des Gegners über die defensive Organisation freute: „Wichtig für uns war auch, dass wir bei gegnerischen Standards dagegen halten konnten.“

Foto: Karin Riggelsen

Bei SønderjyskE fehlten der verletzte Patrick Banggaard, der erkrankte Mart Lieder und der angeschlagene Victor Mpindi.

Sebastian Mielitz hütete über alle 90 Minuten das Tor. Nikola Mirkovic wird am Sonnabend gegen KIF zwischen den Pfosten stehen.

Aussortiert sind dagegen Joao Pereira, Justin Plautz und Senad Jarovic, die auch nicht für das Trainingslager in der Türkei infrage kommen.

SønderjyskE, 1. Halbzeit: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Mads Winther, Kees Luijckx – Alexander Bah, Rasmus Vinderslev, Mads Hansen, Eggert Jonsson – Peter Christiansen, Artem Dovbyk.

SønderjyskE, 2. Halbzeit: Sebastian Mielitz – Jeppe Simonsen, Pierre Kanstrup, Isak Oli Olafsson, Franck Tabanou (78.: Morten Dyrmose) – Mads Albæk, Rasmus Vinderslev (65.: Ajvaz Redzepi), Christian „Greko“ Jakobsen – Rilwan Hassan, Jannick Liburd, Johan Absalonsen.

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