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Mielitz will wieder dort hin, wo er mal war

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Fürth
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Sebastian Mielitz stand 62 Mal für Werder Bremen in der Bundesliga im Tor. Foto: dpa

Der ehemalige Bundesliga-Torwart von Werder Bremen befürchtet nicht, dass er nach einem Jahr auf der Tribüne Rost angesetzt hat.

Der ehemalige Bundesliga-Torwart von Werder Bremen befürchtet nicht, dass er nach einem Jahr auf der Tribüne Rost angesetzt hat.

„Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um wieder zwei nach vorne machen zu können“, sagt Sebastian Mielitz im Gespräch mit dem Nordschleswiger, nachdem der ehemalige Bundesliga-Torwart von Werder Bremen nach fast einem Jahrzehnt in der 1. oder 2. Bundesliga ein wenig überraschend in die dänische Superliga zu SønderjyskE wechselt.

Der 27-Jährige war in der Saison 2015/16 noch Stammtorwart bei der SpVgg Greuther Fürth, verlor aber seinen Stammplatz und landete für ein Jahr auf dem Abstellgleis. Die Perspektive, endlich wieder die Nummer eins zu werden, hat letztenendes den Ausschlag für SønderjyskE gegeben.

„Ich will auf dem Platz stehen. Das ist mein Ziel. Wir waren mit vielen Vereinen in Gesprächen, aber die Wahl fiel auf SønderjyskE. Das ist immerhin die erste dänische Liga, und das ist nicht das Schlechteste“, meint Sebastian Mielitz, der auch von der Hartnäckigkeit des SønderjyskE-Sportchefs beeindruckt war: „Der Herr Haysen hat nicht locker gelassen. Er hat sich sehr um mich bemüht, ja regelrecht um mich gekämpft. Das hat mich beeindruckt. Ich möchte mit guten Leistungen für dieses Bemühen zurückzahlen.“

Nach 62 Bundesliga-Spielen, zwei Champions-League-Einsätzen und drei DFB-Pokal-Spielen zwischen 2009 und 2014 für Werder Bremen wechselte er zum Ligarivalen SC Freiburg, wo er sich im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten nicht gegen den heutigen Dortmunder Stammtorwart Roman Bürki nicht durchsetzen konnte. Im Sommer 2015 ging es weiter zur SpVgg Greuther Fürth, wo er 33 der 34 Zweitliga-Spiele machte, aber von der Vereinsführung zum Sündenbock für eine verkorkste Saison gemacht wurde und als einer der teuersten Profis im Kader abgeschoben werden sollte. Dies misslang, und so kam er in der abgelaufenen Saison nur zu zwei Einsätzen in der Regionalliga Bayern im März.

Mielitz befürchtet allerdings nicht, dass er Rost angesetzt hat.

„Ich habe zweimal in der zweiten Mannschaft gespielt, um den Rhythmus beizubehalten. Da fehlt sicherlich ein wenig Spielpraxis, aber ich mache mir nichts vor. Ich bin ein erfahrener Torwart, der vieles schon durchgemacht habe. Ich bin von mir überzeugt und brauche mich hinter keinem zu verstecken. Ich will zeigen, was ich kann und wie gut ich bin. Ich möchte dort hin, wo ich mal war“, sagt der 27-Jährige.

Das Sprungbrett dafür heißt SønderjyskE.

„Ich habe einen sehr guten Eindruck von SønderjyskE bekommen, als ich im Februar da war. Das ist ein aufgeräumter und sehr familiärer Verein, der zu mir passt. Die haben ein gutes Mannschaftsgefüge, wo alle miteinander gut umgehen. Alle waren sehr zuvorkommend, und ich habe mich sehr wohl gefühlt“, so Sebastian Mielitz, der bei SønderjyskE einen Zweijahresvertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr unterzeichnet hat.

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