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Getrübte Freude bei Emil Frederiksen

Getrübte Freude bei Emil Frederiksen

Getrübte Freude bei Emil Frederiksen

Herning
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Emil Frederiksen jubelt nach seinem Ausgleichstor in der Nachspielzeit. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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Das war es eigentlich, was Emil Frederiksen nach schweren Wochen bei SønderjyskE mal brauchte, doch nur wenige Minuten nach dem Glücksgefühl verging ihm das Lachen.

Emil Frederiksen strahlte übers ganze Gesicht, als in der ersten Minute der Nachspielzeit das Tor zum 2:2-Ausgleich gegen den FC Midtjylland erzielt hatte, doch nur vier Minuten später lag der Ball im eigenen Netz.

„Ich bin wahnsinnig enttäuscht und unglaublich ärgerlich. Wir haben gut gekämpft und hätten den einen Punkt gut gebrauchen können. Selbstverständlich war es schön, mal wieder ein Tor erzielt zu haben, aber es wäre hundertmal schöner gewesen, wenn wir das 2:2 hätten halten können. Im Augenblick überschattet die Enttäuschung alles“, sagte Emil Frederiksen nach der 2:3-Niederlage der SønderjyskE-Fußballer gegen den FC Midtjylland zum „Nordschleswiger“.

Die beiden Torschützen der Nachspielzeit klatschen sich nach Abpfiff ab. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Der 21-Jährige begann die laufende Saison in der Startelf, war aber wochenlang bei SønderjyskE auf dem Abstellgleis gelandet und wollte an den letzten Tagen des Sommertransferfensters den Fußball-Superligisten aufgrund der fehlenden sportlichen Perspektive verlassen. Ein Wechsel zu Superliga-Absteiger Lyngby Boldklub platzte, einige Male stand er gar nicht im Kader, und erst nach zwei Monaten ohne Einsätze in der Superliga durfte er für jeweils 20 Minuten gegen den FC København und FC Midtjylland ran.

„Ich habe zeigen müssen, dass ich weiterhin etwas zu bieten habe, musste jeden Tag knallhart arbeiten und beim Training versuchen zu zeigen, dass ich der Beste bin. Erst einmal musste ich den Sprung zurück in den Kader schaffen, danach um Einsatzminuten kämpfen, und wenn ich diese bekomme, dann auch meine Berechtigung zeigen. Das habe ich heute getan“, so Emil Frederiksen: „Es liegt aber weiter viel harte Arbeit vor mir und auch vor der Mannschaft, damit wir mehr Punkte sammeln können.“

Emil Frederiksen hofft, im Pokal wieder jubeln zu können. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Hellblauen stehen in den nächsten beiden Superliga-Spielen zu Hause gegen Aufsteiger Silkeborg IF und auswärts gegen Schlusslicht Vejle Boldklub in der Pflicht, doch vorher wartet am Mittwoch das Pokal-Achtelfinale bei AGF.

„Die Niederlage tut extra weh, wenn der Gegner in der sechsten oder achten Minute der Nachspielzeit trifft. Wir haben aber mit dem Punktgewinn gegen den FCK und mit dem Fast-Punktgewinn gegen Midtjylland gezeigt, dass wir mithalten können. Wir sind mega enttäuscht, müssen diese Enttäuschung jetzt aber verdauen“, meint Emil Frederiksen, der auf Einsatzminuten im Pokal gegen AGF hofft.

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