Eishockey

Der Leitwolf von SønderjyskE

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
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Foto: Karin Riggelsen

„Rod ist eine große Persönlichkeit, ein guter Mensch und ein guter Führungsspieler“, sagt Sportchef Kim Lykkeskov über Rod Pelley.

Das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein ist wieder zurück, nachdem es zum Playoff-Auftakt einen Weckruf gegeben hatte. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben aus der Viertelfinal-Serie gegen die Rødovre Mighty Bulls ihre Lehren gezogen und gehen guter Dinge in die Halbfinal-Serie gegen die Aalborg Pirates, nachdem im Viertelfinale aus einem 0:2-Rückstand ein 4:2-Erfolg wurde.

„In den Spielen eins und zwei haben wir nicht das SønderjyskE gesehen, das wir sehen wollen. Wir müssen aber auch Rødovre Respekt zollen, die haben hart gearbeitet. In Spiel drei haben wir uns aber wieder zu uns selbst und zu unserem Spiel gefunden. Da haben wir die Serie übernommen. Der Schlüssel gegen Aalborg wird sein, einen starken Start hinzulegen“, meint Mannschaftskapitän Rod Pelley.

Der 34-jährige Kanadier weiß, worauf es in den Playoffs ankommt. In seiner langen Karriere hat er schon auf einem ganz anderen Niveau Playoffs absolviert. Drei Jahre lang spielte er mit den Albany Devils in der AHL, der zweitbesten Liga Nordamerikas, in den Playoffs. Zuvor durfte er sogar mit den New Jersey Devils für drei Spiele Playoff-Luft in der besten Liga der Welt, der NHL, schnuppern.

„Ich durfte in drei Playoffspielen gegen die Philadelphia Flyers ran, aber leider sind wir rausgeflogen“, erzählt der SønderjyskE-Kapitän, der mit 256 NHL- und 556 AHL-Spielen eine beeindruckende Vita aufweisen kann: „In der AHL habe ich schon einmal eine dreifache Overtime mitgemacht, aber die Playoffs hier in Dänemark sind nicht viel anders als in Nordamerika. Es sind die kleinen Details und die kleinen Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, und man muss mit dem Mut der Verzweiflung spielen.“

Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE hat in der laufenden Saison 13 von 15 möglichen Punkten gegen die Aalborg Pirates geholt.

„Das ist eine schnelle und kompetente Mannschaft mit offensiv gut veranlagten Individualisten, aber wir haben die ganze Saison über sehr gut gegen die gespielt, und ich sehe keinen Grund, weswegen dies nicht weiter so sein soll. Wir haben uns die gesamte Saison über als eine strukturierte Mannschaft erwiesen, gegen die man sich schwer tut“, sagt Rod Pelley vor dem ersten Halbfinalspiel m Dienstag ab 20.30 Uhr (live bei TV2 Sport) in der Woyenser Frøs Arena.

Der 34-Jährige ist nicht der große Torjäger und hat es in der regulären Saison auf eine für einen ausländischen Stürmer bescheidene Bilanz von sieben Toren und elf Torvorlagen gebracht, doch das war auch nicht der Grund für seine Verpflichtung. SønderjyskE war auf einem Leitwolf aus und hat ihn auch bekommen.

„Rod ist eine große Persönlichkeit, ein guter Mensch und ein guter Führungsspieler. Er genießt auf dem Eis und auch in der Umkleidekabine von seinen Mitspielern großen Respekt“, sagt Sportchef Kim Lykkeskov über seinen Leitwolf.

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