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Eishockey-Saison für beendet erklärt

Eishockey-Saison für beendet erklärt

Eishockey-Saison für beendet erklärt

Woyens/Vojens
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Foto: Karin Riggelsen

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE werden in dieser Saison nicht mehr aufs Eis gehen. Die Liga-Vereine haben bei einer Sitzung am Donnerstag einen Schlussstrich gezogen und die Saison für beendet erklärt. Es wird kein Meister gekürt und keine Medaillen vergeben.

„Nach den neuesten Empfehlungen der Regierung können wir keine vernünftigen Argumente finden, die Hoffnung auf eine Endrunde in der laufenden Saison aufrecht zu erhalten“, sagt Liga-Vorstand Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“.

Alle neun Liga-Klubs spielen in kommunalen Eishallen, die für die nächsten zwei Wochen geschlossen sind, und sehen keine Möglichkeit mehr, vor dem 1. Mai eine Endrunde um die dänische Meisterschaft durchzuführen. Es wird wie in anderen europäischen Ligen kein Meister gekürt und keine Medaillen vergeben.

Der Champions-League-Platz geht an den Sieger der regulären Saison, Aalborg Pirates, während Pokalsieger Frederikshavn White Hawks am Continental Cup teilnehmen darf. SønderjyskE hatte sich bereits mit dem Turniersieg im Continental Cup für die Champions Hockey League qualifiziert.

Starverteidiger Mike Little wird bald wieder aufs Eis zurückkehren. Foto: Karin Riggelsen

„Ich nehme den Entschluss, die Saison vorzeitig zu beenden, mit einem weinenden Auge zur Kenntnis, aber wir sind dazu gezwungen, die aktuelle Situation ernst zu nehmen“, sagt ein niedergeschlagener SønderjyskE-Sportchef Kim Lykkeskov zum „Nordschleswiger“, nur einen Tag vor dem ursprünglich geplanten Playoff-Start: „Das ist superärgerlich. Das ist der Zeitpunkt, wo alles so richtig beginnt, wofür wir spielen und leben.“

Lykkeskov gesteht, dass einige Zeit verstreichen muss, bevor die Klubs diesen Nackenschlag verdaut haben.

„Wir wissen nicht, wo wir stehen und was uns erwartet. Keiner kennt die Konsequenzen, nur dass sie höchstwahscheinlich negative Vorzeichen haben werden“, so Kim Lykkeskov: „Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen, aber wir müssen sehen, ob wir nach der Sommerpause überhaupt eine Liga haben. Ich hoffe nicht, dass wir durch diese Krise zu viele Klubs verlieren.“

Das Saisonende hatte sich bereits seit Tagen angekündigt, und nach dem von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopps für Menschen aus den 26 Staaten des Schengenraums schnell reagiert. Die beiden US-Amerikaner im SønderjyskE-Kader, Mike Little und Phil Lane, sind bereits nach Hause geschickt worden, bevor der Einreisestopp in Kraft tritt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Grüne Zukunft“