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SønderjyskE holt wenig überzeugenden Punkt

SønderjyskE holt wenig überzeugenden Punkt

SønderjyskE holt wenig überzeugenden Punkt

Woyens/Vojens
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Schwerstarbeit für Anders Førster und seine Kollegen Foto: Karin Riggelsen

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE konnten gegen die Frederikshavn White Hawks nur ein Drittel lang überzeugen und mussten sich nach einem verlorenen Penaltyschießen mit einem Punkt begnügen.

In einem engen und von Kampf geprägten Spiel musste sich SønderjyskE im Penaltyschießen gegen die Frederikshavn White Hawks mit 2:3 geschlagen geben. 20 gute Minuten reichten nicht, und am Ende konnten die Hellblauen froh sein, dass sie einen Punkt mitnehmen konnten.

Die Hellbauen spielten ein gutes erstes Drittel, doch dann offenbarten sie große Schwächen in der Offensive und mussten 40 Minuten defensive Schwerstarbeit leisten. In der Verlängerung spielten sie fast vier Minuten in Überzahl. Trotzdem ging es ins Penaltyschießen.

Der Abstand zum Viertplatzierten beträgt jetzt fünf Punkte. Nicht unbedingt komfortabel, aber auch noch kein Grund zur Sorge.

„Ich bin enttäuscht. Nach den beiden Toren waren wir einfach platt. Das war in Rødovre auch schon so. Aalborg hat heute sieben Tore gegen die Mighty Bulls geschossen. Und wir haben da in der Nachspielzeit verloren. Es fehlte einfach die Spannung in unserem Spiel. Wir fangen echt gut an, aber das 2:0 fällt schon in der neunten Minute. Danach machen wir 57 Minuten kein Tor mehr“, sagte Trainer Mario Simioni nach dem Spiel zum „Nordschleswiger“.

Starker Beginn

Es dauerte keine drei Minuten, bis SønderjyskE das erste Tor machen konnte. Ein schöner Spielzug landete bei Rasmus Lyø, der trocken abschloss. Nach 2:48 Minuten kann man noch nicht von einer verdienten Führung sprechen, aber ein Unterschied zwischen den Mannschaften wurde schnell deutlich.

Justin Maylan gegen die Frederikshavn White Hawks Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Spieler warfen sich in jeden Zweikampf. Sie spielten keineswegs fehlerlos. Im Gegenteil. Aber wenn einer einen Fehler machte, waren immer vier andere da, um diesen wieder auszubügeln. So kam Frederikshavn auch kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Und wenn mal ein Schuss durchrutschte, war Nicolaj Henriksen zur Stelle.

Einbruch nach dem ersten Drittel

Das zweite Drittel gehörte den Gästen, und die Partie begann zu kippen. Frederikshavn kam mit viel Druck aus der Kabine und schnürte SønderjyskE hinten ein, was zum Anschlusstreffer führte.

Den Hellblauen fiel in dieser Phase nichts ein. Ein Power Play musste her, um überhaupt zu Abschlüssen zu kommen. Zum Erfolg führten diese nicht, aber die Abwehr blieb weiterhin stabil.

Dass es so nicht enden würde, war aber klar. Man kann sich nicht 40 Minuten lang hinten reinstellen und den Bus parken. Eine vermeidbare Strafminute für Mads O. Lund sorgte schließlich dafür, dass Frederikshavn den Ausgleich erzielen konnte. Etwas unglücklich schaufelte er den Ball über die Bande und musste dafür auf die Strafbank.

Matthias Borring Hansen gegen die Frederikshavn White Hawks Foto: Karin Riggelsen

„Wir führen mit zwei Toren und schießen den Puck über die Bande. Da war nicht einmal ein Gegenspieler in der Nähe. Und dann fällt das 2:2. In der Verlängerung spielen wir vier Minuten lang in Überzahl und da kommt nichts. Wir haben in den letzten beiden Spielen vier Punkte weggeworfen“, sagte der enttäuschte Trainer.

Die Entscheidung

Es war kein guter Tag für SønderjyskEs Offensive. Auch in der Verlängerung konnten sie sich nicht durchsetzen, obwohl die Hellblauen vier Minuten lang in Überzahl spielten.

„So ist unser mentaler Zustand gerade. Wir arbeiten hart, aber die Intensität fehlt einfach. Unsere Pässe sind so langsam heute. Vier Minuten in Überzahl. Ich weiß nicht einmal, wie oft wir den Puck aufs Tor gebracht haben. Wir hatten die Chance, das Spiel zu gewinnen. Zwei Punkte wären großartig gewesen. Wir wollten eine Lücke zum fünften Platz schaffen und uns dem zweiten Platz nähern. Aber das war einfach schlecht heute“, sagte ein enttäuschter Trainer Mario Simioni.

Weiter geht es am Freitag mit dem Auswärtsspiel bei den Drittplatzierten Herning Blue Fox – mit fünf Siegen in Folge das formstärkste Team der Liga.

SønderjyskE - Frederikshavn White Hawks (2:0, 0:1, 0:1) 2:3 n. P.

1:0 Rasmus Lyø (2:48/Ass.: Frederik Bjerrum, Steffen Frank), 2:0 Phil Lane (8:20/Ass.: Frederik Bjerrum, MacGregor Sharp/5 gegen 4), 1:2 Patrick Madsen (24:17), 2:2 Alexander Bumagin (48:43/5 gegen 4), 2:3 Nikolaj Krag Christensen (Penalty).

Zeitstrafen: SE 2x 2 Minuten - Frederikshavn 1x 4 Minuten, 5x 2 Minuten. Schiedsrichter: Kenneth A. Larsen Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 2.424.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gemeinsinn statt Hygge“