Umwelt

Student untersucht: Wie wird die Fahrradfähre nachhaltig?

Student untersucht: Wie wird die Fahrradfähre nachhaltig?

Student untersucht: Wie wird die Fahrradfähre nachhaltig?

Sonderburg/Sønderborg
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Gerhard Jacobsen (l.) und Jonathan Lehmbecker bei der Besichtigung des Dieselmotors der Fähre Foto: Ilse Marie Jacobsen

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Die Hochschule Flensburg war in Sonderburg: Ein Student möchte herausfinden, wie dieselbetriebene Schiffe umweltfreundlicher werden können. Testmodell für seine Studie ist die dänische Fähre „Thjalfe“.

Das grenzüberschreitende Fahrradfähren-Projekt hat es schon vor Jahren bekannt gegeben: Die Fähren sollen klimafreundlicher durch die Förde zwischen Dänemark und Deutschland gleiten können.

Dieses Projekt kann in Kürze einen Schritt weiterkommen: Das maritime Zentrum der Hochschule Flensburg startet nun eine Studie, wie dieselbetriebene Fähren künftig nachhaltiger eingesetzt werden können. Als Testmodell wurde die zweite Fähre des dänisch-deutschen Seeprojekts in den Sommermonaten, die Fähre „Thjalfe“, ausgewählt.

Bachelor-Thesis in Arbeit

So erhielt die an der Sundgade im Hafen Sonderburgs vertäute Fähre vor Kurzem Besuch aus Flensburg. Jonathan Lembecker wird im Zuge seiner Studienabschlussarbeit im Bereich Schiffsbetriebstechnik eine diesbezügliche Bachelor-Thesis schreiben. Seine Vorschläge müssen im Mai vorliegen.

Gerhard Jacobsen, Jonathan Lehmbecker und Palle Heinrich auf der Fähre „Thjalfe" Foto: Ilse Marie Jacobsen

Kontakt zur Hochschule

Aber wie ist Lehmbecker überhaupt auf die Fähre „Thjalfe“ in Sonderburg gekommen? Sie wurde von einem Dozenten der Hochschule Flensburg vorgeschlagen, und das ist kein Zufall. Mit der Hochschule steht der Initiator des Fahrradfahrtenprojekts, Gerhard Jacobsen, schon seit Jahren in Kontakt.

„Ich war vor zwei Jahren mit der Landdistriktkoordinatorin Connie Skovbjerg in der Hochschule“, meint Jacobsen. Er hat seit Jahren zu diversen Behörden und Personen Kontakt aufgenommen.

Es gibt andere Möglichkeiten

Fähren werden seit jeher traditionell mit Diesel betrieben. Es muss aber noch andere Lösungen für die Stromerzeugung geben. Jonathan Lembecker spricht als Lösung wasserstoffbasierte Brennstoffe und alternative Kraftstoffe wie CO2-freie Luft oder biologische Abfälle an. Bei Letzteren könnte es Gülle aus der Landwirtschaft sein.

Ich will erst einmal sehen, was man hier reinpacken könnte oder ob der Motor umgerüstet werden müsste. In einigen Wochen habe ich ein paar Vorschläge, und die werde ich den Leuten hier präsentieren.

Jonathan Lehmbecker, Hochschule Flensburg

Die Reederei Mærsk und MAN produzieren schon heute umweltfreundliche grüne Methanol-Motoren.

Bei seinem ersten Besuch auf der Fähre „Thjalfe“ studierte der Student unter anderem die Verhältnisse des Schiffsdieselmotors im unteren Bereich der Fähre.

Vielleicht eine teure Angelegenheit

„Ich will erst einmal sehen, was man hier reinpacken könnte oder ob der Motor umgerüstet werden müsste. In einigen Wochen habe ich ein paar Vorschläge, und die werde ich den Leuten hier präsentieren“, so Lehmbecker, bevor er an den schmalen Metallstufen an dem an beiden Wänden befestigten senkrechten Geländer hinunterklettert.

Jonathan Lehmbecker Foto: Ilse Marie Jacobsen

Kapitän Palle Heinrich erwartet keine kostengünstige Lösung. „Ich gehe von 4 bis 5 Millionen Kronen aus. Aber dann müssen wir eben wieder Gelder beschaffen“, stellt er fest.  

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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