Corona-Schutzmaßnahmen

Top-Politikerin: Ohne Mundschutz in den Hafenimbiss

Top-Politikerin: Ohne Mundschutz in den Hafenimbiss

Top-Politikerin: Ohne Mundschutz in den Hafenimbiss

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Im Imbisshäuschen von Christa und Walther Jürgensen am Apenrader Hafen herrscht seit Sonnabendmittag, 12 Uhr, Mundschutzpflicht. Foto: Karin Riggelsen

Eva Kjer Hansen entschuldigt sich für ihre „Vergesslichkeit“. „Das ist allein meine Verantwortung", räumt sie ein.

Die Folketingsabgeordnete und frühere Ministerin, Eva Kjer Hansen (Venstre), hat sich offiziell dafür entschuldigt, dass sie am Sonntag ohne einen sogenannten „Schnutenpulli“ in die Imbissbude von Christa und Walther Jürgensen ging, um sich einen Hotdog zu kaufen.

Die Episode ereignete sich rund 24 Stunden, nachdem am Sonnabendmittag, 12 Uhr, die verschärften Corona-Regeln in Kraft traten, die das Tragen von Mundschutz beim Betreten von Cafés und Restaurants erfordern.

Kjer Hansen soll auch die direkte Aufforderung ignoriert haben, sich einen Mundschutz anzulegen.

Vergesslichkeit oder Ignoranz?

Gegenüber „JydskeVestkysten“ bedauert sie die Episode und räumt ein, in dieser Situation falsch gehandelt zu haben. „Es ist reine Vergesslichkeit meinerseits. Es ist allein meine Verantwortung. Und das bedauere ich zutiefst. Ich wollte nur bezahlen, aber ich hätte natürlich sofort wieder hinausgehen sollen, als man mich darauf aufmerksam machte, dass ich einen Mundschutz tragen muss“, lautet ihre Antwort.

Was die Top-Politikerin, die bei den nächsten Kommunalwahlen den Bürgermeisterposten in der Kommune Kolding anvisiert, als „Vergesslichkeit“ bezeichnet, wurde von den anderen Gästen im Hafengrill eher als „Ignoranz“ und „Arroganz“ aufgepasst.

Mehr lesen

Diese Woche in Kopenhagen

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Unsichere politische Zeiten in der Arktis“

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die Suche nach der Balance“