Wirtschaft

Mahnung zu Anti-Corona-Einsatz an allen Arbeitsplätzen

Mahnung zu Anti-Corona-Einsatz an allen Arbeitsplätzen

Mahnung zu Anti-Corona-Einsatz an allen Arbeitsplätzen

Apenrade/Aabenraa
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Jens Gaarde Gad mahnt zur Einhaltung der Anti-Corona-Vorkehrungen, um den positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt nicht zu gefährden. Foto: JydskeVestkysten

Der Vorsitzende des Arbeitsmarktrates Südjütland, Jens Gaarde Gad, freut sich über die sinkende Arbeitslosigkeit in Nordschleswig. Eine zweite Infektionswelle könnte viele Arbeitsplätze gefährden.

Der regionale Arbeitsmarkrat Südjütland, der auch die vier nordschleswigschen Kommunen umfasst, hat in seinem jüngsten Bericht über einen weiter deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Tondern (Tønder), Apenrade, Hadersleben (Haderslev) und Sonderburg (Sønderborg) berichtet.

Günstigste Quote in Tondern

Die neuesten Zahlen von Ende August zeigten, dass es in Tondern einen Rückgang um 0,5 Prozentpunkte auf eine Quote von 4,0 Prozent gegeben hat; in den übrigen Kommunen ein Minus um jeweils 0,3 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent in Apenrade, 4,5 Prozent in Hadersleben und 4,7 Prozent in Sonderburg. „Wir freuen uns, dass wir im dritten Monaten hintereinander einen Rückgang verzeichnen“, so der Vorsitzende des Arbeitsmarktrates, Jens Gaarde Gad.

Neuer Vorsitzender

Der Direktor im Danfoss-Konzern gehört dem regionalen Arbeitsmarktrat als Vertreter der Arbeitgeber an. Er hat im September den Vorsitz nach der Gewerkschafterin Marita Geinitz übernommen. Mitglieder sind in dem Gremium neben den Vertretern des Arbeitsmarktes Repräsentanten der Kommunen. Gad unterstreicht, dass die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch den Krisenpaketen der Regierung mit öffentlichen Mitteln zur Finanzierung von Kurzarbeit zu verdanken ist.

Sorge vor Rückschlägen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ist Gad jedoch auch besorgt, dass es zu Rückschlägen auf dem Arbeitsmarkt kommen kann. „Wir beobachten die Entwicklung von Tag zu Tag“, so Gad gegenüber dem „Nordschleswiger“. Und er fügt hinzu. „Wir fordern alle Beschäftigten auf, sich an die Hygienevorschriften zur Verhinderung von Infektionen zu halten, um Erkrankungen vorzubeugen. Es sollte auch eingeschärft werden, dass so viele wie möglich zu Hause arbeiten.“ Der Vorsitzende des Arbeitsmarktrates ist vor allem besorgt, dass eine zweite Infektionswelle wieder viele Arbeitsplätze kosten könnte. Das könnte besonders den Servicebereich treffen, der sich nach Wiederöffnung von Gastronomie- und Touristikunternehmen erholt hat. Der Vertreter des Arbeitgeberverbandes DA berichtet, dass in Nordschleswig und Südjütland viele exportorientierte Unternehmen von der Erholung der Wirtschaft in Deutschland und dem übrigen Europa profitieren. Eine Verschlechterung der Situation hinsichtlich der Corona-Infektionszahlen würde auch Dänemark in Mitleidenschaft ziehen.

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