Landwirtschaft

Pflanzenbauexperte: Frühjahr bislang zu kalt und zu trocken

Pflanzenbauexperte: Frühjahr bislang zu kalt und zu trocken

Pflanzenbauexperte: Frühjahr bislang zu kalt und zu trocken

Tingleff/Tinglev
Zuletzt aktualisiert um:
Die vergleichsweise dürftigen Frühjahrestemperaturen ließen das Gras noch nicht besonders sprießen. Foto: Jens Christian Top/Ritzau Scanpix

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Nach einem milden Winter zeigte sich der Frühling bis jetzt zwar sonnig, aber recht kühl. Das hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Pflanzenbauexperte Hans Henrik Post schätzt die aktuelle Lage ein.

Der Winter, so geht aus einem Bericht des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) hervor, war wärmer als im Durchschnitt, das Frühjahr scheint jedoch hinter diesem Schnitt hinterherzuhinken. Denn wie Pflanzenbauberater Hans Henrik Post vom Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN) dem „Nordschleswiger“ sagte, machen sich die Landwirtinnen und Landwirte im Landesteil erst jetzt daran, den Mais auszusäen. „Das geschieht normalerweise zwischen dem 5. und dem 10. April. Aber es war viel zu kalt, Mais braucht 8 Grad Bodentemperatur“, so Hans Henrik Post. Der Mais hat es also gern etwas behaglicher, doch diesen Komfort konnte der Boden noch nicht bieten.

Erste Grasmahd steht an

Aber nicht nur auf die Mais-Aussaat haben die bisherigen Temperaturen Auswirkungen, auch die Grünlandernte ist betroffen. „Kommende Woche werden die ersten Grasflächen geschnitten, aber der Ertrag wird nicht groß sein“, schätzt Post die Lage ein.

Neben den niedrigen Temperaturen beeinträchtigt der nur spärlich fallende Regen die Landwirtschaft in Nordschleswig. Der Winter sei zwar ausgesprochen nass und unbehaglich gewesen, so Post, doch werden ihm zufolge die Landwirtinnen und Landwirte in Nordschleswig kommende Woche wohl mit dem Beregnen ihrer Pflanzen beginnen, sollte der Niederschlag ausbleiben.

Dass der Mai bislang sehr trocken war, zeigen auch Daten des DMI, das für die kommende Woche bislang auch nicht viel Regen vorhersagt. Doch Post zufolge brauchen gerade jetzt das Wintergetreide und der Raps viel Wasser, um gut gedeihen zu können.

Mehr lesen

Leserbrief

Jan Køpke Christensen
„Hjertelig tak, Paul Sange“