Ausbildung

Berufliche Bildung bei der Jugend in Nordschleswig hoch im Kurs

Berufliche Bildung bei der Jugend in Nordschleswig hoch im Kurs

Berufliche Bildung bei der Jugend in Nordschleswig hoch im Kurs

Apenrade/Aabenraa
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Im Bereich der Berufschulcentren von EUC Syd sind in den Kommunen Apenrade und Tondern besonders viele Jugendliche an einer Lehre interessiert. Foto: EUC

Die Kommune Tondern belegt in diesem Jahr mit Anteil von 26,4 Prozent Aspiranten für berufliche Schulen Spitzenplatz: Der Branchenverband Tekniq ist zufrieden.

Von politischer Seite gilt als Ziel, dass unter den Jugendlichen in Dänemark 25 Prozent pro Jahrgang einen beruflichen Bildungsgang einschlagen. Neue Zahlen zeigen, dass in Nordschleswig in den Kommunen Tondern und Apenrade mit einem Anteil von 26,4 bzw. 24,4 Prozent Aspiranten für berufliche Schulen in diesem Jahr die Zielsetzung erreicht wird. Allerdings liegen die Kommunen Sonderburg und Hadersleben mit 21,9 und 18,1 Prozent Anteil bei Bewerbungen für Berufsausbildungen weit hinter den Vorgaben.

Region Süddänemark im Mittelfeld

Die Region Süddänemark liegt mit 21,9 Prozent Anteil der berufsbildenden Schulgänge im landesweiten Vergleich im Mittelfeld. Lars Petrowsky, der Vorsitzende des Branchenverbandes der Elektriker und Installateure in Süddänemark, die im Tekniq-Råd, organisiert sind, äußert sich zufrieden mit dem Zuspruch für berufliche Bildungsgänge. „Es zeigt, dass Interesse für die berufliche Bildung unter den süddänischen Jugendlichen und deren Eltern vorhanden ist“, so Petrowsky.Er erinnert daran, dass angesichts des Nachwuchsmangels in vielen Branchen angestrebt wird, bis 2015 den Anteil der beruflichen Ausbildung pro Jahrgang auf 30 Prozent anzuheben. Da sei noch Einsatz erforderlich.

Er verweist darauf, dass in der gesamten Region der Anteil der beruflichen Ausbildungen von 2018 auf 2019 um 0,1 Prozent zurückgegangen ist.Petrowsky unterstreicht außerdem, dass in größeren Orten mit akademischen Bildungsangeboten auffallend weniger jungen Leute eine Berufsbildung anstrebten. Gerade dort müsse noch mehr geworben werden.

Mehr junge Leute sollten Beruf erlernen

„Wir müssen aber auch daran arbeiten, die Qualität der beruflichen Bildung an den Berufsschulen zu erhöhen, damit sie für tüchtige Jugendliche attraktiver werden“, so Petrowsky. Jugendlichen und deren Eltern müssten die Augen geöffnet werden, welche guten Karrierechancen und Weiterbildungsangebote mit einer Berufsausbildung als Basis genutzt werden könnten

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