Transportwesen

Beier strebt Schadenersatzklage an

Beier strebt Schadenersatzklage an

Beier strebt Schadenersatzklage an

Pattburg/Padborg
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Das Firmenlogo des Unternehmens „Kurt Beier Transport" Foto: Archiv: DN/Scanpix

Der Sohn des Firmengünders und jetzige Direktor des Transportunternehmens „Kurt Beier Transport“ kündigt rechtliche Schritte an. Allein der Vorwurf des Menschenhandels sei ruf- und geschäftsschädigend gewesen.

Karsten Beier, Sohn des Firmengründers Kurt Beier, und jetziger Besitzer und Direktor des gleichnamigen Transportunternehmens, ist erleichtert, dass die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Menschenhandels vom Tisch genommen hat.

„Selbstverständlich betreiben wir keinen Menschenhandel“, sagt Karsten Beier gegenüber der Fachzeitschrift „Transporttidende“.

Ruf- und geschäftsschädigend

Allein der Vorwurf habe seit Oktober 2018, als die Polizei ein Fahrerlager am Lejrvejen in Pattburg räumte, wo 30 Mitarbeiter aus Sri Lanka und von den Philippinen unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht waren, seitdem wie ein Damoklesschwert über dem Transportunternehmen geschwebt und sei extrem ruf- und geschäftsschädigend gewesen. „Wir werden aus diesem Grund Schadenersatz verlangen“, kündigt Karsten Beier an.

Die Staatsanwaltschaft ist zwar vom Vorwurf des Menschenhandels abgegangen, doch Karsten Beier sowie andere führende Mitarbeiter des Unternehmens sehen sich weiterhin einer Anklage wegen Ausbeutung gegenüber.

Karsten Beier: Haltlose Anklage

Der Firmendirektor hält auch diese Anklage für gänzlich haltlos. Er ist aber überzeugt, dass das Gericht auch die „einzig richtige Entscheidung“ fällt, indem es den Vorwurf der Staatsanwaltschaft abweist.

Sollte es allerdings doch zu einer Verurteilung kommen, so sieht Karsten Beier dunkle Wolken über die dänische Transportbranche rüberziehen. „,Kurt Beier Transport A/S‘ ist beileibe nicht das einzige dänische Unternehmen, das Arbeitskräfte auf nicht-dänischen Übereinkünften einsetzt“, betont Karsten Beier in dem Interview mit der Fachzeitschrift.

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