Grundwasser-Projekt

Neuer Eichenwald für 30,5 Millionen Kronen

Neuer Eichenwald für 30,5 Millionen Kronen

Neuer Eichenwald für 30,5 Millionen Kronen

Oxbüll/Oksbøl
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Mit einem goldenen Spaten gruben Försterin Inge Gillesberg und Bürgermeister Erik Lauritzen das Loch für die erste Eiche. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Bürgermeister, Försterin und 115 Kinder nahmen das umweltfreundliche Grundwasser-Projekt in Angriff.

Wenn eines der 115 Schul- und Kindergartenkinder von Nordalsen einmal mit den eigenen Kindern durch den kommenden großen Eichenwald in Oxbüll schlendern, können sie stolz sein. Denn die Jungen und Mädchen haben geholfen, die ersten 1.000 Eichen dieses Waldes zu pflanzen.

Gestern Morgen wurde die große Pflanzaktion am Havnbjergvej in der Obstplantage Østergaard Frugt og Bær mit feierlichen Ansprachen eingeleitet.
Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokraten) erklärte, warum bei Oxbüll ein neuer Wald entsteht. Den Bürgern soll nicht nur ein gutes Naturerlebnis mit reichlich Möglichkeit für frische Luft, Spiel und tolle Erlebnisse geschaffen werden. Der Eichenwald soll nicht zuletzt auf das reine Grundwasser „aufpassen“.

„In den kommenden Jahren könnt ihr hierherkommen und mitverfolgen, wie der Wald wächst. Und ihr könnt sagen: Den hab ich auch mitgepflanzt“, erklärte Erik Lauritzen. Er gab das Wort an die Försterin Inge Gillesberg – die Frau, die am meisten über Bäume weiß, so der Bürgermeister. Inge Gillesberg freute sich über die vielen freiwilligen Helfer von Nordals Skolen, Østerlund Friskole und Børnebyen Havnbjerg.

„In 90 Jahren werden diese Bäume sehr groß sein. Stellt euch vor, was diese Bäume dann alles erzählen könnten. Hier wird einmal reichlich Möglichkeit geboten, zu spielen und sich einen Lieblinsgsbaum auszusuchen. Und wenn man Kummer hat, ist es immer gut, in die Natur zu gehen. Dann wird alles sofort besser“, stellte Inge Gillesberg fest. Wer weiß – vielleicht kann Nordalsen auch einen Happen von Umwelt- und Lebensmittelminister Esben Lunde Larsens neuem Donationsprojekt Growing Tree Network Foundation erhalten. Bei diesem Projekt geht es gerade um die Bewahrung eines gesunden Grundwassers mit neuen Wäldern.

Millionenprojekt

Der neue Wald wird mit 30,5 Millionen Kronen zu Buche schlagen. Die Naturbehörde und die Kommune übernehmen jeweils 40 Prozent dieser Kosten. Die lokalen Wasserwerke zahlen 20 Prozent der Summe. Mit den budgettierten 30,5 Millionen wurden das Gelände und die Bäume erworben.

Anschließend wanderten die vielen Kinder, viele von ihnen hatten große Spaten dabei, zum kommenden Waldareal. Die lehmhaltige schwere Ostküstenerde war von einer Maschine mit Rillen versehen worden. Die Schüler hämmerten die Spaten in die Erde, kippten sie um und dann war das Loch für die 40 bis 50 Zentimeter große Eichenpflanze bereit. Anschließend musste die Erde um die Pflanze zurechtgestampft werden. Mehrere Stunden durften die Kinder hart arbeiten, bevor sie um 11.30 Uhr bei der Obstplantage mit einem frischen Apfel, etwas Apfelsaft und einer warmen Tasse Suppe belohnt wurden.

Eine Eiche kann 1.000 bis 1.500 Jahre alt werden. „Der Wald wird daher immer da sein“, stellte der Naturberater Andreas Hermann fest. Wenn eine Eiche 90 oder 100 Jahre alt ist, erreicht ein solcher Baum in einem Wald eine Höhe von bis zu 30 Metern.Der neue Wald wird groß. 150 Hektar Fläche entsprechen 300 Fußballfeldern, wie Bürgermeister Erik Lauritzen erklärte.

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