Nationalsymbol

Kommune Sonderburg: Staat soll Düppeler Mühle unterstützen

Kommune Sonderburg: Staat soll Düppeler Mühle unterstützen

Kommune Sonderburg: Staat soll Düppeler Mühle unterstützen

Ritzau/wt
Sonderburg/Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Im vergangenen Jahr wurde die Düppeler Mühle rundum renoviert. So könnte sie im Jubiläumsjahr in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Ilse Jacobsen

Die Düppeler Mühle ist ein wichtiges nationales Symbol. Daher soll der Staat zum Erhalt beitragen, meint Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.).

Die Schlacht bei Düppel/Dybbøl ist eines der wichtigsten Ereignisse der dänischen Geschichte.

Daher sei es auch angebracht, dass der Staatshaushalt sich an den laufenden Unkosten beteiligt, schreibt die Kommune Sonderburg in einer Pressemitteilung.

„Der Stadtrat vertritt die Ansicht, dass national wie lokal eine Mitverantwortung für den Erhalt des Nationalsymbols Düppeler Mühle übernehmen sollten“, sagt Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.).

Neuer Vorstoß

Bereits im vergangenen Jahr gab es einen Vorstoß, die Mühle auf den Staatshaushalt zu setzen. Die selbsttragende Institution Dybbøl Mølle beantragte eine permanente Förderung bei Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.).

Doch damals gab es eine Absage von ihr. Stattdessen verwies sie auf Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2021.

Diese stehen jetzt an, und nun versucht man es im Jubiläumsjahr der Grenzziehung also ein weiteres Mal.

„Einzigartige Geschichte“

Bekanntlich war die Schlacht bei Düppel entscheidend für die dänische Niederlage 1864 und den Verlust der Herzogtümer Schleswig und Holstein an Preußen.

„Die Düppeler Mühle und Düppeler Schanzen spielen eine große Rolle bei der Grenzziehung (genforening) im Jahr 1920“, so Lauritzen.

„Aber auch im Jahr 2020 spielt sie eine große Rolle in der einzigartigen Geschichte des Grenzlandes, wo Dänen und Deutsche gemeinsam in freundlicher Nachbarschaft leben. Bekanntlich ist diese ein Vorbild für das übrige Europa.“

Die Institution Dybbøl Mølle leiste eine unermüdliche Arbeit, um die Mühle und die Schanzen Besuchern und Touristen gegenüber zu vergegenwärtigen, meint der Bürgermeister.

„Daher freuten wir uns auch über den Zuschuss von 2,5 Millionen Kronen seitens des Staates für die neuen Flügel im Jahr 2019.“

„Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Staat auch für den künftigen Erhalt eine Mitverantwortung übernehmen sollte“, meint Lauritzen.

Der Venstre-Abgeordnete Bertel Haarder setzt sich ebenfalls dafür ein, dass die Mühle in den Staatshaushalt aufgenommen wird.

Mehr lesen