Geschichte

Haarder: Düppeler Mühle muss in den Staatshaushalt

Haarder: Düppeler Mühle muss in den Staatshaushalt

Haarder: Düppeler Mühle muss in den Staatshaushalt

Düppel/Dybbøl
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50 geladene Gäste waren zur Feier vor der Düppeler Mühle eingetroffen. Er wurden Reden gehalten, anschließend durften sich alle die neue Ausstellung anschauen, die nun für alle geöffnet ist. Foto: Karin Riggelsen

Folketingsmitglied Bertel Haarder hat am Sonnabend die neue Ausstellung im Mühlengebäude auf Dybbøl Banke eingeweiht. Für ihn besteht kein Zweifel: das Nationalsymbol muss Teil des Staatshaushalts werden.

Die weiße Düppeler Mühle ist nach einer durchgreifenden Renovierung in Millionenhöhe und mit den neuen Flügeln so schön und so funktionstüchtig wie nie zuvor. Den Förderverein „DSI Dybbøl Mølle“ gibt es seit 100 Jahren - und mittlerweile dürfen sich trotz Corona-Vorsichtsmaßnahmen nun wieder 50 Personen mit gebührendem Abstand treffen. Deshalb wurde am Sonnabend um 11 Uhr zu einem sonnigen Fest auf Dybbøl Banke eingeladen.

50 geladene Gäste hatten sich bei strahlendem Sonnenschein vor der Mühle versammelt.

Der Vorsitzende von „Den Selvejende Institution Dybbøl Mølle“, Jens Peter Rasmussen, dankte den verschiedenen Sponsoren und sprach erneut einen Wunsch aus: Er und der Historiencenter-Leiter Bjørn Østergaard haben sich in Kopenhagen dafür eingesetzt, dass die Mühle auf Düppel ein fester Bestandteil des Staatshaushalts wird. Das für Dänemark wichtige Nationalsymbol würde mit einem festen Zuschuss von 400.000 Kronen gut über die Runden kommen können.

„Lasst uns sehen, ob wir das Geld bekommen. Dann werden wir von der Mühle auch ganz still werden“, versprach J. P. Rasmussen augenzwinkernd.

Sieben große Fahnen waren bei der Feier dabei. V.l. der Vorsitzende des DSI Dybbøl Mølle, Jens Peter Rasmussen, der Präsident von „Danske Soldaterforeningers Landsråd", Christian Arildsen, und Folketingsmitglied Bertel Haarder. Foto: Karin Riggelsen

Folketingsmitglied Bertel Haarder läutete die neue Ausstellung über die Müller-Familien und das Leben auf Düppeler Mühle offiziell mit einer Rede ein. Schleswig war einst der wichtigste Teil von Dänemark – und nicht alles war schlecht, was aus dem Süden nach Dänemark kam, stellte er fest.

Dass die Dänen nach der Grenzziehung 1920 drei deutsche Monumente zerstörten, kritisierte der Venstre-Politiker. „Diese drei Monumente würde ich heute bewahren. Man muss auf die Geschichte aufpassen – aber das kann auch ein hässliches Monument sein“, so Bertel Haarder.

Er gab dem DSI-Vorsitzenden Jens Peter Rasmussen recht: „Die Mühle muss in den Haushalt. Und das kostet ja lediglich ein Zehntel von dem, was die Fregatte ’Jylland’ kostet“, erklärte der Venstre-Politiker.

Er hatte sich schon vorab die informative Ausstellung im Mühlengebäude zeigen lassen. Auf sehr beschauliche Weise wird mit Hilfe von Bildern und alten Gegenständen präsentiert, warum die Mühle ein so wichtiger Teil der Geschichte wurde. Vier Male brannte die Mühle, die 1749 auf der Düppeler Höh errichtet wurde.

Der Präsident für „Danske Soldaterforeningers Landsråd“, Oberst i. R. Christian Arildsen, erinnerte mithilfe von Aufzeichnungen des Premierleutnants Wilhelm Dinesen aus dem Jahr 1864 an sehr dramatische Stunden auf Düppel. Die Mühle steht auf dem blutigsten Schlachtfeld aller Zeiten. „Sie ist ein Zeichen für Nützlichkeit, Durchhaltevermögen und das Dänische“, so der Präsident.

Geld wurde ebenfalls überreicht. Nina Frederiksen überreichte als Repräsentantin des Hauptsponsoren der Ausstellung, der „SE Vækstpulje Norlys, einen Scheck über 60.000 Kronen. Eigentlich hatte der SE-Vorstand nur 50.000 Kronen bewilligt. „Aber die letzten 10.000 Kronen werdet ihr nun auch erhalten“, meinte sie lachend. Zu den Förderern der neuen Ausstellung gehören außerdem die Sonderburger Kommune, „Professorinde Sigrid Møller’s – født Asmussen – Fond“, Fabrikant Mads Clausen Fond und Linak.

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