Energiekrise

Vorerst keine Finanzhilfe wegen hoher Spritpreise: Hat das Konsequenzen für Sydtrafik?

Keine Hilfen wegen hoher Spritpreise: Das sagt Sydtrafik

Keine Hilfen wegen hoher Spritpreise: Das sagt Sydtrafik

Nordschleswig/Kopenhagen
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Auch den Verkehrsbetrieb „Sydtrafik“ belasten die hohen Kraftstoffpreise. Foto: Karin Riggelsen

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Die Regionen und Kommunen haben sich mit Verkehrsministerin Trine Bramsen (Soz.) getroffen, um Finanzhilfen für die Verkehrsbetriebe zu verhandeln. Dabei sind aber nur Corona-Hilfen herausgekommen, die gestiegenen Kosten aufgrund der Energiekrise werden nicht berücksichtigt. „Sydtrafik" äußerte sich zu dem Ergebnis gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Verkehrsbetriebe sollen insgesamt 125 Millionen Kronen erhalten, um die Kosten aufgrund der Corona-Restriktionen zu decken. Laut der Nachrichtenagentur „Ritzau“ sollen mit dem Geld die Fahrgastverluste ausgeglichen werden, die die Verkehrsunternehmen seit dem Ende der Beschränkungen noch immer zu spüren bekommen. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen den Regionen und Kommunen mit Verkehrsministerin Trine Bramsen.

Vor dem Treffen hatten die Regionen und Kommunen jedoch auch den Wunsch geäußert, Gelder für die gestiegenen Kraftstoffpreise zu bekommen, die die Unternehmen des Regionalverkehrs ebenfalls hart treffen. Diesbezüglich gingen sie jedoch leer aus. Das sei laut Bramsen eine andere Diskussion. „Es handelt sich um eine andere Krise, nämlich um eine Energiekrise. Bei der Subvention, über die wir heute gesprochen haben, geht es um die Nachwirkungen der Corona-Krise“, sagt sie gegenüber „Ritzau“.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – zumindest hofft das jetzt der Verkehrsbetrieb für Süddänemark, „Sydtrafik“.

Konsequenzen für den Regionalverkehr

Corona-Hilfen ja, finanzielle Unterstützung in der aktuellen Energiekrise vorerst nicht. Damit muss sich auch „Sydtrafik“ nun erst einmal auseinandersetzen. „Es ist besser als nichts“, teilt Pressesprecherin Louise Christine Rasmussen auf Nachfrage gegenüber dem „Nordschleswiger“ mit.

So kurz nach den Verhandlungen könne sie noch keine viel konkretere Aussage machen. „Die Kommunen und die Region müssen sich nun erst einmal mit dem Ergebnis auseinandersetzen.“ Mit den zugesagten Corona-Hilfen werde „Sydtrafik“ sicher einen Teil des Defizits nach Corona deckeln können – „wie viel genau, wissen wir noch nicht“.

Dazu dass noch kein Ausgleich für den Anstieg der Kraftstoffpreise in Sicht ist, macht Rasmussen keinen Hehl um die Konsequenzen: „Wenn die Gemeinden keine Unterstützung für diesen Teil erhalten, kann dies zu Kürzungen unserer Fahrten und Routen führen.“

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