"Perspektivenwechsel 2020"

„Grenze“ als Ausstellung

„Grenze“ als Ausstellung

„Grenze“ als Ausstellung

Dirk Thöming
Sonderburg/Flensburg
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Der in Sonderburg aufgewachsene Kaare Golles zeigt das Werk "Die Flucht" - einen Fuß mit einer Glasscherbe in der Hacke. Foto: Museumsberg Flensburg

Kunstkreis der Apenrader Grenzlandausstellung und Museumsberg stellen in Flensburg gemeinsam zum Thema „Grenze“ aus.

Eine ganz besondere Grenzland-Ausstellung ist ab Sonntag, 10. November, im Christiansenhaus auf dem Museumsberg in Flensburg zu sehen. 31 deutsche, dänische und russische Künstler haben sich anlässlich des bevorstehenden 2020-Jubiläumsjahres zum Thema „Grenze“ Gedanken gemacht.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit des Museumsberges mit der Apenrader Grenzlandausstellung, die normalerweise jährlich im August in der Sønderjyllandshalle zu sehen ist.

„Diesmal ist es ganz anders. Die teilnehmenden Künstler haben alle zu dem einen Thema gearbeitet“, sagt die Vorsitzende des Künstlerkreises um die Grenzlandausstellung, Bente Sonne.

Neben den festen Mitgliedern des Kunstkreises stellen als Gäste vier junge dänische Künstler aus, davon zwei aus Nordschleswig/Sønderjylland. Kaare Golles, aufgewachsen in Sonderburg, stellt unter dem Titel „Die Flucht“ einen gegossenen Fuß mit einer Glasscherbe in der Hacke aus. Der andere Gastkünstler aus Nordschleswig, Jens Hüls Funder, kommt aus Gravenstein/Gråsten. Die beiden weiteren jungen dänischen Gast-Künstler sind Viktor-Emil Dupont Billund und Regitze Engelsborg Karlsen, die bereits einige Kunstpreise gewonnen hat.

Von Seiten des Museumsbergs wurde die preisgekrönte Künstlerin Anke Müffelmann (Kiel) eingeladen. Ihr Spezialgebiet sind Installationen.

Drei russische Künstler dabei - Identitätsfrage in Kaliningrad

Auf Einladung des Museumsberges sind auch drei russische Künstler aus Kaliningrad dabei. Das Land Schleswig-Holstein unterhält seit 1992 eine Partnerschaft mit der im ehemaligen Ostpreußen bis 1946 „Königsberg“ genannten Stadt.

„Kaliningrad hat eine Grenzproblematik, eine Identitätsfrage, denn die gesamte Stadt hat ihre Identität gewechselt. Daher nehmen die aus Russland stammenden Künstler teil“, sagt Bente Sonne.

Sie berichtet, dass der Vorlauf für diese Ausstellung eineinhalb bis zwei Jahre gedauert hat, und ein entsprechendes Ergebnis dabei herausgekommen ist.

Der Museumsberg gibt einen Katalog zu allen Werken heraus. Der Katalog ist darüber hinaus mit einem Essay von Museumsdirektor Michael Fuhr versehen.

Gäste sind zur Vernissage herzlich eingeladen, so Bente Sonne.

Grenze Grænse Granitsa (russisch)

  • Musemsberg Flensburg und Grænselandsudstillingens Kunstkreds
  • Ort: Christiansenhaus, Museumsberg Flensburg
  • Vernissage: Sonntag 10. November um 11.30
  • Die Ausstellung wird bis zum 2. Februar zu sehen sein.
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