Regionalpolitik

Region fördert auch Klimaschutz und regionale Entwicklung

Region fördert auch Klimaschutz und regionale Entwicklung

Region fördert auch Klimaschutz und regionale Entwicklung

Vejle
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Region Süddänemark
Die Region stellt Geld bereit, um die Umweltsünden vergangener Zeiten zu bekämpfen. Foto: Cornelius von Tiedemann

Mehr als 95 Prozent des Haushaltes der Region Süddänemark sind für die Gesundheitsversorgung vorgesehen. Der Rest ist für Klimaschutz sowie Regionsentwicklung eingeplant. Und es gibt ein weiteres Thema: Altlasten.

Die Ausgaben der Region Süddänemark entfallen zu über 95 Prozent auf den Gesundheitsbereich. Dennoch stehen im Haushaltsentwurf 2020, auf den sich eine breite Mehrheit des Regionsrates am Montagabend verständigt hat, auch Themen wie Klimaschutz, Altlastensanierung und die Förderung der Entwicklung der Region auf der Tagesordnung. Diese Bereiche, die zuvor von den Ämtern geregelt wurden, waren den Regionen bei der Strukturreform übertragen worden.

Den Klimaschutz fördert die Region, wenn der Regionsrat den Haushalt im Dezember endgültig billigt, im Bereich der Neubautätigkeit im Krankenhausbereich.

Klimaschutz durch Sonnenenergie

So wird der Neubau des Universitätshospitals Odense, der in diesem Jahr in Angriff genommen worden ist, mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, die bereits während der Bauarbeiten Strom liefert. Die 24.000 Quadratmeter große Solaranlage soll künftig 20 Prozent des Strombedarfs der Uniklinik decken. Mithilfe von Millionenbeträgen soll der Klimaabdruck der Region verkleinert werden. Dazu beitragen sollen bessere Abfallsortierung, mehr Wiederverwertung und umweltfreundlichere Fahrzeuge und Transporte im Bereich der Regionseinrichtungen.

Die Region will die regionale Entwicklung über den kurz vor der Fertigstellung stehenden Regionalplan fördern. Dazu zählt auch die von der Region geplante Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Angestrebt wird eine Fusion der bisher getrennt wirtschaftenden Verkehrsgesellschaften Sydtrafik und Fynbus. Ziel ist auch der Einsatz CO2-neutraler Busse.

Herausforderung Altlasten

Eine fortdauernde Herausforderung ist für die Region Süddänemark die Sanierung von Deponien mit Altlasten. Wie in den Vorjahren gehen die Haushaltsmittel fast vollständig für die Beseitigung der giftigen Chemikalien in den Deponien Kærgård Klitplantage bei Varde und in Grindsted drauf. In Grindsted wird noch daran gearbeitet, Konzepte zur Gefahrenbeseitigung zu finden.

Es heißt, dass die Untersuchungen im Bereich der giftigen Chemieabfalllagerstätte Himmark bei Norburg bald abgeschlossen werden. „Vieles deutet darauf hin, dass es die dritte Altlast der Kategorie Generationenverunreinigung wird, mit Kosten von mehr als 50 Millionen Kronen für die Entsorgung“, schreibt die Region in ihren Haushaltsunterlagen.

Es werden drei Millionen Kronen zur Erkundung möglicher Gesundheitsgefahren zur Verfügung gestellt. Mit der Kommune Sonderburg und dem Unternehmen Danfoss soll über mögliche Entsorgungskonzepte verhandelt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Mittel der Region nicht für die Beseitigung der Altlasten reichen. Vor allem auch zur Beseitigung von Pestizidaltlasten müssten zusätzlich staatliche Mittel bereitgestellt werden.

Im Gesundheitsbereich berücksichtigt der Haushalt der Region viele kleinere Vorhaben, um beispielsweise Krebspatienten besser unterstützen oder der Erkrankung Osteoporose vorbeugen zu können. Verbessert werden soll auch die Ernährung der Patienten während des Krankenhausaufenthaltes.

Mehr Geld für Gesundheitshäuser in den Kommunen

Vorgesehen ist auch die Förderung der Zusammenarbeit von Hausärzten und Krankenhäusern. Sie sollen vermehrt auf Spezialkompetenzen der Krankenhäuser zurückgreifen können.

Gestärkt um einen Betrag von drei Millionen Kronen im kommenden Jahr, werden die Mittel für Gesundheitshäuser in den Kommunen erhöht. Diese haben sich seit Jahren in kleineren Orten Nordschleswigs bewährt.

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