Umweltverschmutzung

Extra-Geld für Himmarker Strandreinigung: So geht es weiter

Extra-Geld für Himmarker Strandreinigung: So geht es weiter

Extra-Geld für Himmarker Strandreinigung: So geht es weiter

Himmark
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Teile des Himmarker Strandes sind bereits mit Kies aufgeschüttet worden: Hier am Rande des Kleinen Belts werden ab 2025 Maschinen und Anlagen platziert, die für die Strandreinigung notwendig sind. Foto: Sara Eskildsen

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70.000 Kubikmeter Strand müssen bei Himmark ausgegraben und gesäubert werden. Für diese Aufgabe hat die Region Süddänemark nun zusätzliche Mittel erhalten. Was das für den Verlauf bedeutet, erläutert der zuständige Politiker.

Zwei Schilder warnen vor der Gefahr, wo der Weg hinab zum Himmarker Strand endet: „Baden verboten“ ist darauf zu lesen.

Das Baden ist seit Entdeckung der Verunreinigung 2019 verboten, und nach bisherigem Stand wird das Verbot erst 2027 wieder aufgehoben.

70.000 Kubikmeter Strandbereich ausgraben

Der Grund: Im Strandbereich vor Ort lagern Giftstoffe, Altlasten einer alten Danfoss-Deponie vor Ort. Seit Jahren plant die Region Süddänemark die Strandsäuberung, jetzt können durch Extra-Gelder von der dänischen Regierung erste Schritte unternommen werden: Die Aufgabe, 70.000 Kubikmeter Strandbereich zu filtern und zu säubern, wird ausgeschrieben. 

„Uns fehlten rund 180 Millionen Kronen. Durch die Sondermittel aus Kopenhagen ist es uns jetzt möglich, die nächsten Schritte einzuleiten“, erläutert der zuständige Politiker der Region Süddänemark, Poul Erik Jensen (Soz.).

 

Um an den verschmutzten Meeresboden zu kommen, muss das Wasser zunächst zurückgedrängt werden. Dafür werden eigens Deiche gebaut. Foto: Sara Eskildsen

Es ist eine unglaublich umfassende Aufgabe. Es müssen zwei Flächen im Kleinen Belt eingedeicht werden, um an das verschmutzte Erdreich zu kommen. Das setzt große Maschinen und entsprechende Anlagen an Land voraus. 

Poul Erik Jensen

„Die Bürger auf Alsen und rund um den Strand von Himmark können nun endlich einer Lösung entgegensehen, die den Bereich so reinigt, dass er kommenden Generationen zur Verfügung steht“, sagt der Vorsitzende des zuständigen Umweltausschusses, und fügt hinzu:  „Jetzt können wir eine Ausschreibung in Gang setzen, die dem Meeresmilieu dient und der lokalen Bevölkerung zugutekommt.“

Arbeiten sollen 2025 beginnen

In den kommenden Wochen wird die Aufgabe also ausgeschrieben. Jensen rechnet mit einer Entscheidung nach den Sommerferien. Dann wird das beauftragte Unternehmen entsprechende Pläne erarbeiten – und im Laufe von 2025 mit der Arbeit beginnen.

 

Seit 2019 herrscht am Strand von Himmark ein Badeverbot. Proben hatten damals gezeigt: Vor Ort befinden sich auf 45.000 Quadratmetern giftige Rückstände wie Vinylchlorid und Altölreste im Erdreich. Foto: Sara Eskildsen

Die Region geht derzeit davon aus, dass der erste Spatenstich für die Ausgrabungsarbeiten 2025 erfolgt. Die Strandsäuberung könnte 2027 abgeschlossen sein, so eine Prognose. 

Gesamtkosten belaufen sich auf 350 Millionen Kronen

„Es ist eine unglaublich umfassende Aufgabe. Es müssen zwei Flächen im Kleinen Belt eingedeicht werden, um an das verschmutzte Erdreich zu kommen. Das setzt große Maschinen und entsprechende Anlagen an Land voraus. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Mittlerweile rechnen wir damit, dass der Gesamtumfang der Strandreinigung bei 350 Millionen Kronen liegt“, fasst es Politiker Jensen zusammen. 

Das Unternehmen Danfoss, das in den 1960er-Jahren vor Ort eine – damals legale – Deponie unterhielt, beteiligt sich mit 25 Millionen Kronen an der Strandsäuberung.

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