Gesundheit

Kein giftiges PFOS im Uker Bek bei Tingleff nachgewiesen

Kein giftiges PFOS im Uker Bek bei Tingleff nachgewiesen

Kein giftiges PFOS im Uker Bek bei Tingleff nachgewiesen

Tingleff/Tinglev
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Der Wasserlauf Uker Bek vereinigt sich östlich von Haistrup (Hajstrup) mit der Terkelsbüller Au (Terkelsbøl Å) zur Grünau (Grønå). Die Umweltbehörde hielt es für möglich, dass PFOS-Schadstoffe vom Gelände der Schule der Bereitschaftsbehörde in Tingleff in die Gewässer gelangt sind. Nachgewiesen werden konnte keine Verunreinigung. Auf dem Foto ist die Grünau zu sehen, deren Wasser über die Grünau in die Wiedau (Vidå) und in die Nordsee fließt. Bei Hochwasser könnten Schadstoffe auch auf angrenzende Felder gelangt sein. Foto: Volker Heesch

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Die staatliche dänische Umweltbehörde „Miljøstyrelsen“ legt Zwischenergebnisse von der Suche nach Schadstoffen an und auf Feuerlösch-Übungsplätzen vor. Die Liste der verdächtigen Flächen wird länger. Entwarnung in Tingleff noch nicht in Sicht.

Nachdem Berichte über Vergiftungen von Menschen infolge des Verzehrs von Rindfleisch mit Schadstoffen von Feuerlösch-Übungsplätzen in Dänemark für Aufsehen sorgen, laufen Untersuchungen auch an Orten in Nordschleswig, wo Löschmittel mit dem Gefahrenstoff PFOS zum Einsatz gekommen sind.

Bach bei Tingleff im Fokus

Die staatliche Umweltbehörde „Miljøstyrelsen“ hat Ergebnisse von Untersuchungen von Wasserproben und Gewebe von Fischen veröffentlicht, die in 27 Gewässern in Nachbarschaft von Flächen mit PFOS-Verdacht leben. In Nordschleswig war nur der Uker Bek (Uge Bæk) einbezogen, der an der Schule der Bereitschaftsbehörde in Tingleff vorbeifließt und sich einige Kilometer stromabwärts mit der Terkelsbüller Au (Terkelsbøl Å) zur Grünau (Grønå) vereinigt, deren Wasser nach Einmündung in die Wiedau (Vidå) in die Nordsee strömt. Nach Angaben der Umweltbehörde wurden im Uker Bek keine PFOS-Schadstoffe entdeckt.

Die Bereitschaftsschule in Tingleff verfügt über ausgedehnte Übungsflächen, auf denen auch gefährliche Löschmittel eingesetzt worden sind. Der Uker Bek fließt in Nachbarschaft zu dem Komplex. Foto: Beredskabsstyrelsen

Allerdings ist das kein Grund zur Entwarnung im Bereich Tingleff, denn laut Umweltbehörde sind die Untersuchungen von Böden und Grundwasser im Bereich der Schule mit großem Übungsgelände noch nicht abgeschlossen. Es heißt im Material der Umweltbehörde, es werden „zusätzliche Informationen sowie Screeningwerkzeuge abgewartet“.

Verdacht auch an anderen Orten Nordschleswigs

Die staatliche Umweltbehörde berichtet, dass die Liste der Grundstücke in ganz Dänemark, die möglicherweise mit den Giftstoffen aus Löschgeräten verunreinigt sind, immer länger geworden ist. In Nordschleswig stehen unter anderem Bereiche des Flugplatzes Skrydstrup auf der Liste. Ebenso Flächen in Hadersleben (Haderslev) und Rothenkrug (Rødekro) an den dortigen Feuerwachen. Auch an der Seegaarder Kaserne (Søgårdlejren), in Sonderburg (Sønderborg) im Bereich des Flugplatzes und in Norburg (Nordborg) auf Flächen des Unternehmens Danfoss besteht PFOS-Verdacht.

Erst nach jahrelangem Einsatz von Schaumlöschern wurde erkannt, dass dabei giftige Substanzen freigesetzt werden, die über Weideland, dort grasende Rinder in die Körper von Menschen gelangt sind, die Fleisch der Tiere verzehrt haben. Foto: Miljøstyrelsen

Laut Umweltbehörde wurde die Nørre Å nordwestlich von Skrydstrup ebenfalls inspiziert, weil sie in Nachbarschaft zu Bodenverunreinigungen fließt (Gram Å). Auch sie wies keine PFOS-Schadstoffe auf. Die Nørre Å strömt in die Grammer Au. Details zu den PFOS-Untersuchungen sind auf der Homepage mst.dk unter dem Stichwort „Nyheder“ zu finden. In sieben Wasserläufen sind die Schadstoffe nachgewiesen worden. Einige liegen im Bereich von Esbjerg, weitere auf Seeland.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ein Leck in unserer Gesellschaft“