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Sønderjyske freut sich auf Einnahmen von der FIFA

Sønderjyske freut sich auf Einnahmen von der FIFA

Sønderjyske freut sich auf Einnahmen von der FIFA

Hadersleben/Haderslev
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Haji Wright (links) im WM-Spiel gegen England Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP/Ritzau Scanpix

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Haji Wright und Alexander Bah spülen ein weiteres Mal Geld in die Kasse von Sønderjyske. Die Einnahmen werden aber an den Aktivitäten im bevorstehenden Transferfenster nichts ändern.

Fußball-Erstdivisionär Sønderjyske hat stattliche Ablösesummen für Alexander Bah und Haji Wright kassiert, als diese innerhalb der vergangenen zwei Jahre an Slavia Prag und Antalyaspor verkauft wurden. Jetzt werden die beiden WM-Spieler wieder eine ansehnliche Summe in die Kasse spülen.

Seit 2010 entschädigt der Fußball-Weltverband FIFA die Vereine, die Spieler für die Weltmeisterschaft abstellen. Ausgeschüttet werden 10.000 US-Dollar für jeden Tag, den ein Spieler während der WM und der offiziellen Vorbereitungsperiode bei seinem Nationalteam verbringt. Die Entschädigung wird allen Klubs ausgezahlt, bei denen die jeweiligen Spieler in den vergangenen zwei Jahren vor der WM 2022 gespielt haben.

„Das Geld wird nach einem kompliziertem Verteilerschlüssel ausgeschüttet. Das ist eine feine Ausgleichsregelung von der Fifa, aber ich werde keine Zahlen nennen. Leider haben die beiden Spieler innerhalb der vergangenen zwei Jahre länger bei anderen Klubs als bei uns gespielt“, sagt Sønderjyske-Sportdirektor Esben Hansen zum „Nordschleswiger“.

Alexander Bah flog mit Dänemark gegen Australien raus. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Alexander Bah, der bei der WM gegen Frankreich und Australien für Dänemark zum Einsatz kam, wurde im Januar 2021 an Slavia Prag verkauft, hat also nur knapp 2 der 24 infrage kommenden Monate für Sønderjyske gespielt.

Haji Wright, der bei der WM alle vier Spiele der USA absolvierte und im Achtelfinale gegen die Niederlande ein Tor erzielte, wurde Ende Juli 2021 an Antalyaspor ausgeliehen und gilt in 9 der 24 Monate als Sønderjyske-Spieler.

Einschließlich der offiziellen Vorbereitungsperiode auf die WM und bis zum Ausscheiden waren Bah und Wright 18 und 21 Tage abgestellt. Von den 390.000 Dollar werden vermutlich knapp 100.000 Dollar an Sønderjyske abfallen.

Die umgerechnet knapp 700.000 Kronen werden aber an den Aktivitäten im bevorstehenden Transferfenster nichts ändern.

„Wir befinden uns nicht in einer Situation, in der solche Einnahmen einfach ein Plus sind, aber sie werden die Situation, in der wir uns befinden, mildern“, so der Sønderjyske-Sportdirektor, der nach dem Superliga-Abstieg den Gürtel enger schnallen musste.

Emil Holm (rechts), hier im Duell mit Brahim Diaz vom AC Mailand, ist Stammspieler von Spezia Calcio und wird von größeren italienischen Vereinen umworben. Foto: Massimo Paolone/Zuma/Ritzau Scanpix

„Wir freuen uns über die Extraeinnahmen. Wir würden uns auch darüber freuen, wenn ein Emil Holm verkauft werden würde, und lieber für 400 Millionen Kronen als für 30, aber das sind alles Einnahmen, die wir nicht eingeplant haben. Unerwartete Einnahmen sind immer gern gesehen“, sagt Esben Hansen.

Emil Holm war bereits im Sommer 2021 von Sønderjyske an Spezia Calcio verkauft, aber für die Saison 2021/22 an Sønderjyske ausgeliehen worden. Der Schwede wechselte im Sommer nach Italien und ist nicht nur sofort zum Stammspieler geworden, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit von größeren Vereinen auf sich. Nicht zuletzt der AS Rom soll großes Interesse an einer Verpflichtung haben. Italienische Medien berichten über ein Preisschild von umgerechnet 52 Millionen Kronen.

Keine 14 neuen Spieler

Viel Geld will Sønderjyske in der Wintertransferperiode nicht ausgeben. Der Sportdirektor erwartet ein weitaus ruhigeres Transferfenster als noch im Sommer.

„Ich denke nicht, dass viel passieren wird. Ein wenig raus und ein wenig rein. Einen Kaderumbau mit 14 neuen Spielern wie im Sommer werden wir nicht sehen. Dafür ist kein Bedarf. Wir haben einen guten Kader, und ich habe Vertrauen in diese Gruppe von Spielern“, so Esben Hansen: „Ich sehe uns in einer guten Position. Wir werden unseren Fokus darauf richten, die Spieler, die wir haben, in eine gute Verfassung zu bringen, und richtig zu mischen. In diesen Bereichen können wir uns im Vergleich zur ersten Saisonhälfte verbessern. Wir müssen aus der Summe der individuellen Fähigkeiten mehr herausholen.“

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Minderheit mit Mut zur Zukunft“