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Langsam beginnt das Zittern um Top 4

Langsam beginnt das Zittern um Top 4

Langsam beginnt das Zittern um Top 4

Esbjerg
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Charlie Combs leitete mit seinem kapitalen Fehlpass die Niederlage ein. Foto: Danmarks Ishockey Union

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Die angepeilte Top-4-Platzierung schien lange Zeit schon in der Tasche, doch langsam wird es eng. Nach einer wochenlangen Schwächephase rücken die Verfolger im Schlussspurt der regulären Saison bedrohlich nahe. Mario Simioni spricht nach der Klatsche im Derby von einem peinlichen Auftritt.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben die Talfahrt der vergangenen Wochen weiter fortgesetzt. Es gab zwar Ausnahmen gegen Aalborg und Rungsted, aber seit Mitte Dezember zeigt die Leistungskurve eher nach unten als nach oben.

Eine schallende Ohrfeige hat es am Mittwochabend im Lokalderby gegeben. Bis Ende Dezember hatten die Hellblauen gegen den Erzrivalen sieben Spiele in Folge gewonnen, gerieten aber beim 2:6 gegen Esbjerg Energy unter die Räder und kassierten bereits die dritte Klatsche hintereinander gegen den Gegner, gegen den man am wenigsten Lust hat zu verlieren.

„Das war fürchterlich. Eine schwache Leistung, ohne Leidenschaft, und das in einem Derby. Das war peinlich“, so ein enttäuschter SønderjyskE-Trainer Mario Simioni zum „Nordschleswiger“.

Defensive schwächelt weiter

SønderjyskE trifft in der regulären Saison noch ein weiteres Mal auf Esbjerg, doch auch im Playoff-Viertelfinale könnte es ein Wiedersehen geben, denn die Hellblauen steuern mittlerweile nicht mehr die Tabellenspitze, sondern den vierten Tabellenplatz an. Oder gar eine schlechtere Platzierung.

Die Top-4-Platzierung hätte mit einem Punktgewinn in Esbjerg weiter gefestigt werden können, doch stattdessen rückt die Konkurrenz von hinten immer näher ran.

Was aber weitaus mehr Sorgen macht, ist die weiterhin schwächelnde Defensive von SønderjyskE. Ohne Rasmus Lyø fehlt hinten die Ordnung. Hier muss sich was ändern. Und es verdichten sich auch die Anzeichen, dass SønderjyskE auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen wird.

Spiel aus der Hand gegeben

Die Gäste hatten in Esbjerg gut begonnen, mit einer 1:0-Führung im Rücken Spiel und Gegner kontrolliert, doch ein krasser Fehler ließ das Kartenhaus einstürzen. 

Charlie Combs spielte mit einem kapitalen Fehlpass seinen Gegner frei. Das 1:1 war schon der Anfang vom Ende, obwohl die Gäste noch einmal in Führung gingen. SønderjyskE brach ein und kassierte im Mitteldrittel fünf Gegentreffer.

Mario Simioni nahm vor dem Schlussdrittel den nicht immer glücklich agierenden Nicolaj Henriksen vom Eis, doch auch das half nichts mehr.

Esbjerg rückt näher

„Derbys sind meistens hart umkämpft, aber dieses Derby nicht. Ein Großteil der Mannschaft hat ohne Leidenschaft gespielt. Zudem haben wir zahlreiche individuelle Fehler gemacht“, ärgert sich der SønderjyskE-Trainer.

In der Tabelle führt nach 35 von 48 Spieltagen Aalborg (69 Punkte) vor Herning (68), Odense (64), SønderjyskE (62), Esbjerg (53), Herlev (44), Rungsted (43), Frederikshavn (41) und Rødovre (30).

Das Tabellenschlusslicht aus Rødovre, das am Mittwochabend Herning mit 5:0 abfertigte, ist am Freitag ab 19 Uhr in Woyens zu Gast.

Esbjerg Energy - SønderjyskE (0:1,5:1,1:0) 6:2

0:1 Nicolai Bryhnisveen (10:46/Ass.: Villiam Haag/5 gegen 4), 1:1 Grayson Downing (20:54), 1:2 Gabriel Desjardins (24:10/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, Mike Little), 2:2 Grayson Downing (26:42/5 gegen 4), 3:2 Casey Gilling (35:47), 4:2 Cameron Brown (37:30), 5:2 Casey Gilling (39:58), 6:2 Cameron Brown (52:02).

Zeitstrafen: Esbjerg 4x2 – SE 4x2 Minuten. Schiedsrichter: Daniel Bøjle/Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 2.418.

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