Eishockey

Aufholjagd diesmal ohne Happy End

Aufholjagd diesmal ohne Happy End

Aufholjagd diesmal ohne Happy End

Woyens/Vojens
Zuletzt aktualisiert um:
Steffen Frank erzwang erneut in der Schlussminute den Ausgleich. Foto: Karin Riggelsen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE durch ein Tor in der Schlussminute eine Verlängerung erzwungen. Herning Blue Fox entführte den Bonuspunkt und baute die Tabellenführung aus.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE waren im Spitzenspiel der dänischen Liga über weite Strecken die bessere Mannschaft, machten aber auch die entscheidenden Fehler. So konnte der abgeklärtere und nicht zuletzt im Powerplay stärkere Spitzenreiter aus Herning am Ende über einen glücklichen 5:4-Sieg jubeln.

„Wir haben in Aalborg ein großartiges Spiel, und auch gegen Herning. Wir haben ganz sicher mehr verdient gehabt“, sagt SønderjyskE-Trainer Mario Simioni zum „Nordschleswiger“.

Ein Wechselfehler wurde in der Verlängerung zum Stimmungstöter. Die Gäste konnten plötzlich mit drei gegen eins auf Torwart Patrick Galbraith zulaufen und mächtig auf die Euphoriebremse treten, nachdem die meisten der 2.384 Zuschauer in der Woyenser Frøs Arena kurz zuvor noch aus dem Häuschen gewesen waren.

Ausgleich 24 Sekunden vor Schluss

Wie schon zwei Tage zuvor beim 3:2-Sieg nach Verlängerung beim dänischen Meister in Aalborg hatte Steffen Frank mit einem Tor in der Schlussminute doch noch den Ausgleich erzwungen.

Die Hellblauen hatten nach einem 2:4-Rückstand wieder Moral bewiesen und zuvor auch spielerisch und kämpferisch überzeugt, zumindest wenn mit fünf gegen fünf gespielt wurde.

Zwei Powerplay- und zwei Kontertore hatten Herning die 4:2-Führung eingebracht, obwohl SønderjyskE mit Herz spielte und optisch überlegen war.

Herning im Powerplay eiskalt

Es spielte anfangs nur eine Mannschaft, und SønderjyskE hätte mehr als nur ein Tor aus der anfänglichen Überlegenheit machen müssen. 

Die Gäste stellten den Spielverlauf auf den Kopf, als sie nicht nur die erste Powerplay-Situation zum Ausgleich, sondern auch die zweite zur Führung nutzten. 

Rasmus Lyø glich wieder aus, doch die Gastgeber wurden zu übereifrig und liefen ins offene Messer. Fehler an der blauen Linie der Angriffszone wurden teuer für die SønderjyskE-Mannschaft, die wieder auf Max Tjernström zurückgreifen konnte, aber ohne Gabriel Desjardins, Cameron Spiro, Mathias Kløve, William Boysen und Mathias Borring Hansen auskommen musste.

Gute Bilanz gegen den Tabellenführer

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, aber die individuellen Fehler sind teuer geworden. Und der Wechselfehler in der Overtime...“, sagte Mario Simioni und atmete tief durch: „Es war einfach eine schlechte Entscheidung, und der Gegner hat unsere Fehler bestraft. Das Wichtigste war aber, dass wir zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen einen Rückstand wettgemacht haben. Wir wissen, dass wir zurückschlagen können. Wir haben jetzt in der laufenden Saison fünfmal gegen Herning gespielt und viermal gepunktet.“

Herning führt mit 65 Punkten die Tabelle vor Aalborg (64), SønderjyskE (59), Odense (58), Esbjerg (47), Rungsted (43), Frederikshavn (40), Herlev (38) und Rødovre (24) an.

SønderjyskE - Herning Blue Fox (1:1,1:2,2:1) 4:5 n. Verl.

1:0 Nicolai Bryhnisveen (5:59/Ass.: Martin Eskildsen, Valdemar Ahlberg), 1:1 Phil Marinaccio (15:12/5 gegen 4), 1:2 Mads Christensen (22:39/5 gegen 4), 2:2 Rasmus Lyø (26:36/Ass.: Valdemar Ahlberg, Charlie Combs), 2:3 Lukas Bang Przemieslo (31:43), 2:4 Frederik Fuerskov Brændgaard (42:36), 3:4 Charlie Combs (47:54/Ass.: Alexandre Lavoie), 4:4 Steffen Frank (59:36/Ass.: Villiam Haag, Mike Little), 4:5 Brett Perlini (62:24).

Zeitstrafen: SE 3x2 – Herning 2x2 Minuten.  Schiedsrichter: Vernon Hofferd/Rene Jensen. Zuschauer: 2.384.

Mehr lesen

Leserbrief

Meinung
Svend Brandt
„Dansen om den varme grød“