Ernährung

Von guten und schlechten Fetten

Von guten und schlechten Fetten

Von guten und schlechten Fetten

Julia Voigt/shz.de
Flensburg
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Foto: IMAGO/Panthermedia

Der menschliche Organismus braucht Fett – doch welche sind für unsere Gesundheit förderlich und welche nicht?

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen das, was wir eigentlich schon mit unserem gesunden Menschenverstand längst wissen: Die Ernährung hat einen unmittelbaren Einfluss auf unsere seelische Gesundheit und geistige Verfassung. Junk-Food, Zucker, Fett und grundsätzlich einseitige Ernährung mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln machen unseren Geist träge und können unsere Konzentrationsfähigkeit und selbst unser Urteilsvermögen negativ beeinflussen.

Wer hingegen auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung setzt, tut auch was für sein Gehirn und eine positive Einstellung. Wir haben uns einmal drei Produkte aus unserem Alltag herausgepickt.

Was nehme ich denn jetzt? Das günstige Sonnenblumenöl, das aus Oliven oder aus Raps? Butter oder Margarine? Die meisten von uns stehen bei dieser Frage oft hilflos vor dem Supermarktregal. Denn das Thema Fette und Speiseöle ist kompliziert. Auch pflanzliche Öle bringen, wie alle Fette, viele Kalorien mit. Sie liefern aber auch lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E. Zeit, sich die Unterschiede einmal genauer anzusehen:

Rapsöl ist nach einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) das Öl der Wahl und ein guter Allrounder in der Küche. Rapsöl hat den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren, einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und enthält viel von der lebensnotwendigen ungesättigten Omega-3-Fettsäure „alpha-Linolensäure“ sowie Vitamin E. Ein gutes Argument ist auch das günstige Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in Rapsöl.

Weitere empfehlenswerte Öle mit einem nennenswerten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sind Walnuss-, Lein- und Sojaöl. Olivenöl mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren ist ebenfalls eine guter Griff. Olivenöl, speziell natives Olivenöl, enthält darüber hinaus sekundäre Pflanzenstoffe.

Olivenöl. Foto: Christin Klose

Margarine hat im Vergleich zu Butter einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und damit eine bessere Fettsäurezusammensetzung. Kokosfett, Palmöl und Palmkernöl enthalten wie auch tierische Schmalze große Mengen an gesättigten Fettsäuren.

Margarine ist gesünder als Butter. Foto: Christin Klose

Diese haben ungünstige Wirkungen insbesondere auf die Blutfette. Eine hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Berliner, Mutzen oder Donuts beispielsweise werden frittiert. Dabei können sich trans-Fettsäuren bilden, deren Verzehr sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Vorsicht vor trans-Fettsäuren

Eine hohe Zufuhr an trans-Fettsäuren steigert unter anderem das LDL-Cholesterol im Blut, das das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit erhöht. Die DGE empfiehlt daher, möglichst wenig trans-Fettsäuren zu sich zu nehmen, am besten weniger als ein Prozent der Nahrungsenergie. Bei Erwachsenen entspricht dies nicht mehr als 2 bis 3 Gramm pro Tag.

Trans-Fettsäuren entstehen sowohl durch natürliche als auch lebensmitteltechnologische Prozesse. Sie entwickeln sich unter anderem bei der unvollständigen Härtung von Pflanzenölen oder deren starkem Erhitzen. So gelangen trans-Fettsäuren nicht nur in zahlreiche Lebensmittel wie Margarine und Bratfette, sondern auch in damit hergestellte Produkte

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