Gesundheit

Aufforderung der Kommune: Schwingt euch auf die Fahrräder

Aufforderung der Kommune: Schwingt euch auf die Fahrräder

Aufforderung der Kommune: Schwingt euch auf die Fahrräder

Tondern/Tønder
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Eine auf dem Radweg stehende Kuh ist keine Entschuldigung, das Auto zu nehmen. Foto: Per Jakobsen (Tønder Kommune)

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In einer neuen, humorvollen Kampagne wird den Menschen ins Gewissen geredet, das Auto stehen zu lassen. Schlechte Entschuldigungen zählen nicht: weder nistende Störche auf dem Lenkrad noch eine Kuh auf dem Fahrradweg.

Der Storch Clyde aus Jeising (Jejsing) hat ein Nest auf meinem Fahrrad gebaut, eine ausgebüxte Kuh versperrt mir den Weg, oder mein Zweirad ist in der Wiedau gelandet, zählen als Entschuldigung nicht. So heißt es in einer neuen Kampagne der Kommune Tondern. Sie ruft Bewohnerinnen und Bewohner dazu auf, sich aufs Fahrrad zu schwingen und das Auto stehen zu lassen.

Damit könnten sie es Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigschen Partei) gleichtun, der fast jeden Tag von Seewang (Søvang) mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Tondern fährt und in diesem Jahr sogar am Rynkebylauf bis nach Paris teilnimmt.

 

Bei Wind und Wetter fährt Popp Petersen auf dem Fahrrad zur Arbeit. Hin und zurück sind das immerhin 28 Kilometer (Archivfoto). Foto: Jane Rahbek Ohlsen

Drei Gründe sprechen dafür

Es gebe drei Gründe, sich anstelle von vier auf zwei Rädern fortzubewegen: das Klima, die Umwelt und unsere Gesundheit. 

„Viele kennen die Situation vielleicht nur zu gut. Ich könnte leicht radeln, aber es gibt immer eine Entschuldigung, es nicht zu tun. Oft sind diese nicht gut genug. Es sind schlechte Entschuldigungen, und eigentlich weiß man das auch“, sagt Mie Sørensen, Mitarbeiter in der kommunalen Verkehrsabteilung.

Man hoffe, dass die Kampagne alle zum Lachen bringt und ihnen ins Bewusstsein ruft, welche Entschuldigungen sie anführen, nicht das Fahrrad genommen zu haben.

 

Keine Entschuldigung: Mein Fahrrad ist in der Wiedau gelandet. Foto: Per Jakobsen (Tønder Kommune)

Auf der Facebook-Seite der Kommune kann man seine schlechtesten Entschuldigungen – vielleicht sogar schlechter als die drei von der Kommune genannten – schreiben und dabei an der Verlosung um einen Gutschein in Höhe von 250 Kronen teilnehmen.

Der Storch Clyde auf dem Fahrradlenker ist keine gültige Reaktion, das Fahrrad im Schuppen stehen zu lassen. Foto: Per Jakobsen (Tønder Kommune)

Die dazu angefertigten Plakate, die Per Jakobsen von der kommunalen Kommunikationsabteilung mithilfe von Künstlicher Intelligenz entworfen hat, werden beispielsweise bei Parkplätzen und Plätzen aufgestellt, wo sich Menschen treffen.

Die vierwöchige Kampagne läuft ab Montag.

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