U-Boot-Fall

Prozess-Auftakt gegen Peter Madsen in Kopenhagen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Großer Andrang am ersten Prozesstag gegen U-Boot-Bauer Peter Madsen Foto: Scanpix

Madsen hat am ersten Prozesstag vor Gericht abgestritten, die schwedische Journalistin sexuelle misshandelt und getötet zu haben. Ankläger Jakob Buch-Jepsen legte neue Details in dem Fall vor.

Der Prozess gegen den U-Boot-Bauer Peter Madsen hat am Donnerstag im Kopenhagener Stadtgericht begonnen. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die Journalistin Kim Wall sexuell misshandelt und getötet zu haben.

Die Anwältin Madsens, Bettina Hald Engmark, sagte am Donnerstagmorgen vor Gericht, dass ihr Mandant weiter bestreite, Kim Wall ermordet zu haben. Auch zum Vorwurf des sexuellen Missbrauchs plädiere er auf unschuldig.

Ankläger Jakob Buch-Jepsen wirft dem 47-jährigen Madsen vor, Wall vor dem Tod in seinem U-Boot mit einer Säge und einem Schraubenzieher gefoltert zu haben. Er fordert lebenslange Haft und Sicherheitsverwahrung für den Angeklagten. Madsen gibt lediglich zu, dass er die Leiche der schwedischen Journalistin zerstückelt und ins Meer geworfen hat.

Buch-Jepsen sagte vor Gericht, dass in dem Fall mehr als 200 Zeugen befragt wurden und die Polizei mehr als 1.000 Hinweisen nachgegangen war. Er berichtete zudem, dass die technischen Untersuchungen am Torso der der zerstückelten Frau keine DNA-Spuren von Peter Madsen aufweisen. „Doch es wurden Sperma-Reste in der Unterhose von Peter Madsen gefunden, die nach seiner Festnahme sichergestellt wurde“, so der Ankläger im Gerichtssaal, in dem auch die Eltern von Kim Wall anwesend waren.

Er gab bekannt, dass er an den kommenden Verhandlungstagen weitere noch unbekannte Details zu dem Fall vorlegen werde.

Ein Urteil wird für Ende April erwartet.

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